Neuartiges E-Trike für die Wittinger Postzustellung steht ungenutzt herum

Woanders fährt es doch auch

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Das erst kürzlich von der Deutschen Post angeschaffte E-Trike steht ungenutzt auf dem Betriebsgelände an der Junckerstraße. Bald soll es an einen anderen Standort verlegt werden.

Wittingen. Noch fast neu, gelb, mit Elektroantrieb und drei Rädern – die Deutsche Post rüstet ihre Poststationen, die über einen separaten Paketdienst verfügen, seit einiger Zeit vermehrt mit E-Bikes und seit einem halben Jahr auch mit E-Trikes aus.

Das sind Fahrräder mit zwei Hinterrädern und einem Elektromotor zur Unterstützung beim Schieben und Treten.

Rund 1500 dieser Dreiräder sind bis Ende Dezember bundesweit angeschafft worden. Neben Wittingen setzt die Post auch in Uelzen, Salzwedel und Bad Bevensen E-Trikes ein. „Erst musste ich ein bisschen üben, jetzt läuft’s wie geschmiert und erleichtert mir meine Arbeit erheblich“, freut sich zum Beispiel Postzustellerin Nicol Ullmann, die in einem Salzwedeler Zustellbezirk Briefsendungen verteilt.

Bis zu 80 Kilogramm kann ein Zusteller auf einem E-Trike befördern. Müsste er das mit einem normalen Fahrrad tun, wäre er schnell am Ende seiner Kräfte – alleine schon beim Schieben mit einem schweren Korb am Lenker. Doch das Wittinger Post-Dreirad soll an einen anderen Ort verlegt werden – unter anderem wegen mangelhafter Nutzung. Auf Nachfrage des IK sagt Jens-Uwe Hogardt, Pressesprecher der Deutschen Post in Hamburg, dass aufgrund von Umorganisationen das E-Trike bald an einen anderen Ort verlegt wird. Um welche Art von Umorganisation es sich dabei handele und wohin das erst neu angeschaffte Elektrodreirad komme, konnte Hogardt nicht sagen: „Die Umorganisation ist noch nicht weiter kommuniziert, die Planungsphase hat erst begonnen.“

Auch die Frage, warum denn solch ein neuartiges E-Trike nach Wittingen gekommen sei, wo diese doch eigentlich für die Randbezirke von Ballungszentren und größere Städten gedacht seien, konnte er nicht beantworten.

So steht das Wittinger Dreirad mit Elektroantrieb auf dem Postgelände an der Junkerstraße und harrt seiner weiteren Bestimmung. Auf die Frage, warum das Vehikel in Wittingen nicht genutzt werde, antwortet Hogardt spekulativ: „Die Akzeptanz der Mitarbeiter ist entscheidend. Da sich das Fahrverhalten eines E-Trikes deutlich von dem eines herkömmlichen Fahrrades unterscheidet, wird es von manchen Zustellern nicht angenommen – und zwingen kann man niemanden.“ Ob das für den Standort Wittingen zutreffe, ließ er offen.

Von Wolfgang Fülle

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