Stadtsanierung soll ab 2022 sichtbar werden

Wo Wittingen sich verbessern will

Eine Holzbrücke am Junkerteich führt in den Wittinger Junkerpark.
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Der Junkerpark wird im Rahmen der Stadtsanierung ein Thema werden – voraussichtlich 2024.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
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Wittingen – Die Pandemie hat die Bürgerbeteiligung nicht eben leichter gemacht, der Prozess der Städtebauförderung in Wittingen ist dadurch verzögert worden – doch nun soll das Ganze Fahrt aufnehmen: Die Stadtverwaltung hat jetzt dem Ortsrat wie auch dem Bauausschuss das weitere Vorgehen skizziert – demnach soll im kommenden Jahr nun das erste öffentliche Bauprojekt starten.

Beide Gremien stimmten dem Rahmenplan für die Revitalisierung der Innenstadt zu. Der sieht vor, dass als erstes Projekt die Umgestaltung der Junkerstraße begonnen wird: Planung in diesem Jahr, Umsetzung im Jahr 2022. Im Rathaus kalkuliert man mit Kosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro. Für weitere 200 000 Euro soll in etwa gleichzeitig auch der südliche Teil der Gustav-Dobberkau-Straße – zwischen Junkerstraße und Gartenweg – ein neues Gesicht erhalten. Der Planungsauftrag für beide Vorhaben solle in Kürze erteilt werden, hieß es in der Sitzung des Bauausschusses.

Der Rahmenplan beschreibt nicht nur, wo etwas verändert werden soll, er umreißt auch mehrere Handlungsfelder. So gibt es beispielsweise einen „Grünplan“ (vorrangig für Bereiche wie Junkerstraße, Marktplatz, Wallanlagen) sowie Pläne für Verkehrsführung und Parkplätze.

So soll beispielsweise die Poststraße künftig für Pkw gesperrt werden (Anlieger frei). Das zielt auf erhöhte Verkehrssicherheit ab, und in diesem Sinne soll auch die Kreuzung an der ehemaligen Post umgestaltet werden – mit besonderem Blick auf die Tatsache, dass das für viele Grundschüler der tägliche Schulweg ist. Parkplätze, das betonte Abteilungsleiterin Sabrina Puskeiler, sollen in der Innenstadt durch die Maßnahmen der Neugestaltung nicht verloren gehen.

Auch an der Junkerstraße soll es künftig weiterhin Parkplätze geben. Der Plan sieht eine Begrünung des Straßenzugs sowie Verschwenkungen vor, Radfahrer sollen in beide Richtungen fahren dürfen.

Nach der Junkerstraße kommt dann 22/23 im direkten Anschluss die Straße „Fulau“ an die Reihe. Diese soll in einem ähnlichen Stil gestaltet werden, 500 000 Euro sind dafür eingeplant. Auch der Marktplatz soll grüner werden, vorgesehen ist die Aufstellung von Pflanzkübeln. Aufgewertet wird der zentrale Ort der Innenstadt zudem durch Fahrradstellplätze und E-Ladesäulen, letztere auch für Pkw.

In den Fokus rückt auch schon der Junkerpark, dieser soll 2024 an der Reihe sein. Der Teich und die Sportanlagen sollen bleiben, Teil der Neugestaltung soll ein Spielplatz mit Angeboten für Kinder unterschiedlichen Alters sein, vielleicht sogar auch ein Wasserspielplatz. Für diesen Bereich samt Gustav-Dobberkau-Straße sind 750 000 Euro vorgesehen.

Danach folgen noch weitere Projekte im Rahmen der Stadtsanierung. Über die Städtebauförderung fließen in einem Zeitraum von zehn Jahren rund 5 Millionen Euro nach Wittingen, die Stadt bringt zudem eigene Mittel ein. Aus dem Fördertopf sind mehr als 50 Prozent für private Projekte gedacht. Auch um die Neunutzung markanter Gebäude will die Stadt sich bemühen, dabei ist sie aber freilich auf die Kooperation der Besitzer angewiesen.

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