Bauland, Gewerbegebiete: Stadt skizziert mögliche Entwicklungen

Wittinger Wachstumsgedanken

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Das große E steht für die schwerpunktmäßige Entwicklungsaufgabe „Erholung“: Skizze des Regionalverbandes für den Wittinger Bereich (www.regionalverband-braunschweig.de) – noch ohne die denkbaren Erweiterungen.

Wittingen – Wohin soll/darf/kann Wittingen künftig wachsen? Eine Frage, die in Zeiten zunehmender Flächenkonkurrenz immer schwerer zu beantworten ist.

Aber man darf als Kommune ja Wünsche für die Zukunft haben. Und die interessieren derzeit auch den Regionalverband Braunschweig, der eine Datensammlung erstellt, die auf den Namen „Regionales Freiraumsicherungs- und Entwicklungskonzept“ hört.

Für die Bürger wird im Zuge dieses Konzeptes ersichtlich, wo sich Politik und Verwaltung neue Baugebiete und Gewerbeflächen vorstellen können. Der Ortsrat hat noch im alten Jahr einmütig einem Entwurf zugestimmt, der künftige potenzielle Entwicklungen skizziert.

Rund um die Kläranlage könnte das Gewerbegebiet Celler Straße erweitert werden. 

Mögliche Kandidaten für neues Wohnbauland sind demzufolge folgende Areale:

  • westlich der Wilhelm-Busch-Straße/südlich des Gewerbegebiets an der Lessingstraße;
  • zwischen Aschhorst und Knesebecker Straße, nördlich der Bahntrasse;
  • das Dreieck an der Kakerbecker Straße zwischen Königsberger Straße und Bahntrasse (dieses Baugebiet ist in Planung);
  • eine Fläche, die nördlich der B 244 im Osten an Klingenstraße, Klingengarten und Hohensahl angrenzt;
  • zwei Flächen, die am Ortsausgang der Straße nach Erpensen beiderseits der Kreisstraße liegen, westlich bis an den Bereich Lönsweg reichend;
  • ein weiteres Areal nördlich davon, zwischen Kreisstraße, Barkhausenstraße und dem nördlich gelegenen Verbindungsweg;
  • ein quadratisches Areal nördlich der Bebauung am Ortsausgang Richtung Uelzen, östlich der Landesstraße.
  • Zudem will die Stadt zwei weitere Flächen in den Karten des Regionalverbandes verankern:
  • ein Areal für Wohnbauland wie auch für Erweiterungsmöglichkeiten von Betrieben nördlich von Breslauer und Görlitzer Straße;
  • eine Erweiterung des Gewerbegebietes Celler Straße nach Norden.

Was von diesen Absichtserklärungen einmal Realität wird – und wann –, das ist völlig offen. Abgesehen von der Fläche an der Kakerbecker Straße gibt es bislang für keins der Areale einen Planungsprozess oder einen Zeithorizont für eine Planung. Ob die Bereiche noch umfangreicher dargestellt werden können oder abgespeckt werden müssen, soll laut Wirtschaftsamtsleiter Günter Kruse noch mit dem Regionalverband abgesprochen werden.

Hier sieht der Ortsrat Perspektiven für mögliches Wohnbauland: Flächen an der Straße nach Erpensen.

Klar ist auch: Das nötige Land wird nicht immer leicht zu bekommen sein. Diese Erfahrung hat die Stadt schon machen müssen. Landwirte, so berichtete Stadtbürgermeister Karl Ridder bei anderer Gelegenheit, wollen oft kein Geld sehen, sondern Ersatzflächen – und da wird es dann häufig schwierig. Die Autobahn wird die bestehende Flächenkonkurrenz noch verstärken.

Wittingens Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg, ein Verfechter des Wachstums durch neues Bauland, hat bereits betont, dass er sich Verkaufsangebote von Flächenbesitzern an die Stadt wünscht (das IK berichtete). Die Kommune ist dabei freilich darauf angewiesen, dass keine zu hohen Preise aufgerufen werden, da sonst in der Folge die Baulandpreise unattraktiv wären.

Der Regionalverband erarbeitet das Freiraumkonzept mit gesetzlichem Auftrag. Dabei handelt es sich zunächst um ein informelles Gutachten. Der Verband und die Kommunen wollen laut Sprecherin Gisela Noske zu einvernehmlichen Lösungen kommen, bevor die Inhalte des Konzeptes förmlich im Raumordnungsprogramm festgeschrieben werden.

Von Holger Boden

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