Mit „Sprit“ aus der Steckdose

Wittinger TÜV-Experte gibt Tipps zu Elektrofahrzeugen

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E-Ladesäulen werden in Deutschland nicht einheitlich vermarktet. Entsprechend sollte man sich vor längeren Fahrten informieren, wo man mit welchem Anbieter aufladen kann, rät Michael Karrasch, Leiter der TÜV-Station Wittingen. 

Wittingen – Der Diskurs um CO2-Belastung, Klimawandel und Umweltschutz ist in vollem Gange und neue Formen der Mobilität und innovative Antriebsarten rücken in den Fokus der Öffentlichkeit.

Elektromobilität zählt dabei zu den meistdiskutierten Alternativen zum Verbrennungsmotor.

Wer über die Anschaffung eines E-Autos nachdenkt, sollte sich zunächst ausreichend informieren. Michael Karrasch, Leiter der TÜV-Station Wittingen, erklärt, was man über die batteriebetriebenen Fahrzeuge wissen sollte.

„Eine wichtige Frage für viele ist die nach der Reichweite eines Elektro-Autos. Diese liegt je nach Modell aktuell bei 200 bis hin zu 600 Kilometern“, so der Stationsleiter. Anders als beim Verbrennungsmotor, der im Stadtverkehr durch Bremsen und Gas geben einen höheren Spritverbrauch hat, gewinnt die Batterie eines Elektro-Autos beim Bremsen Energie zurück. Einen höheren Energieverbrauch hat man also bei freier Fahrt auf der Autobahn. Der Tipp vom TÜV-Experten: „Um beim Fahren langer Strecken aufmerksam und fit zu bleiben, sollte man ohnehin regelmäßige Pausen einlegen. Diese lassen sich gut zum Laden der Batterie nutzen. Schließlich benötigen sowohl Fahrzeug als auch Fahrer Energie für eine sichere, reibungslose Fahrt.“

Wie lange benötigt ein Elektro-Auto, um für die Weiterfahrt ausreichend geladen zu sein? Auf die Art der Ladesäule kommt es an, weiß Karrasch: „Es gibt langsame Lademöglichkeiten, wie zum Beispiel die Wallbox für das heimische Carport, bei denen das vollständige Laden der Batterie mehrere Stunden benötigt. Lädt man das Auto über Nacht zu Hause oder, wenn möglich, tagsüber während der Arbeit, hat man keinen Zeitverlust unterwegs.“ Wer diese Möglichkeiten nicht hat oder auf einer längeren Strecke unterwegs ist, kann auf Schnellladesäulen zurückgreifen, die es je nach Modell ermöglichen, innerhalb von einer halben Stunde auf bis zu 90 Prozent aufzuladen. So lässt sich die Zeit während des Wocheneinkaufs oder der Pause am Rastplatz ideal zur Energiegewinnung nutzen.

Viele Ladesäulen werden beispielsweise von Einzelhändlern kostenlos angeboten, für alle anderen schließt man Verträge mit Anbietern ab. Bisher ist das Roaming unter den verschiedenen Anbietern von E-Ladestationen sehr uneinheitlich. Man sollte sich also informieren, wo die nächsten Stationen des eigenen Anbieters zu finden sind oder sich bei mehreren Anbietern registrieren. „Grundsätzlich braucht man aber keine Angst haben, plötzlich ohne Strom dazustehen. Die Elektro-Autos weisen sehr genau darauf hin, wie viel Reichweite noch zur Verfügung steht“, erklärt Karrasch.

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