Pächter gibt Einrichtung im Ernst-Siemer-Bad auf / Verein soll am 24. November gegründet werden

Wittinger suchen Saunafreunde

Der Eingang zur Wittinger Sauna – ist die Einrichtung bald in Vereinshänden? Foto: Boden

Wittingen. Nach knapp sechs Jahren steht erneut der Bestand der Sauna im Wittinger Freibad zur Disposition. Die Sauna-Gänger kämpfen um den Erhalt der Einrichtung und wollen nun nach Knesebecker Vorbild einen Verein gründen.

Es war 2005, als die Stadt Wittingen beschloss, ihre beiden öffentlichen Saunen nicht weiter zu betreiben. In Knesebeck kam es schnell zur Gründung eines Sauna-Vereins, der mit heute knapp 100 Mitgliedern zu einem Erfolgsmodell geworden ist.

In Wittingen gab es eine andere Lösung. Der Physiotherapeut Michael Schnöckel pachtete die Sauna-Räume im Ernst-Siemer-Bad, derzeit gibt es wöchentlich zwei Termine für Herren und einen für Damen. Doch zum Jahresende hat Schnöckel den Pachtvertrag gekündigt. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht.

„Für mich rechnet sich das nicht“, verweist Schnöckel auf mangelnde Wirtschaftlichkeit. Er wolle sich auf seine Praxis konzentrieren, für die er im nächsten Jahr Erweiterungen plant. Ein Verein, der sich auf der Kostenseite anders aufstellen könne, sei aber möglicherweise durchaus in der Lage, die Sauna wirtschaftlich zu betrieben, glaubt Schnöckel.

Das hoffen auch die, die den Verein „Saunafreunde Wittingen“ gründen wollen. Zu ihnen gehört Gerd Kulmeyer. Er hat sich mit Gleichgesinnten das Knesebecker Modell angeschaut und rund 50 Personen angeschrieben, die als Vereinsmitglieder in Frage kommen könnten. „Wir brauchen 35 Leute, um kostendeckend zu arbeiten“, hat Kuhlmeyer ermittelt. Etwa 25 sichere Kandidaten wisse man an Bord.

Nun hofft Kuhlmeyer auf weitere Mitstreiter, die zur Gründungsversammlung am kommenden Donnerstag, 24. November, kommen (19 Uhr, Freibad-Gaststätte, Zugang über Tennishalle). Der Betrieb soll dann, wenn möglich, schon ab Januar unter Vereinsregie weitergehen. Die Saunafreunde setzen auch auf Wittinger, die bisher nicht zu den regelmäßigen Sauna-Gästen gehört haben. Kuhlmeyer: „Dass regelmäßiges Saunieren gesundheitsförderlich ist, ist wohl unbestritten.“

Von Holger Boden

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