Längere Badepause?

Wittinger Schwimmerbecken: Überlegungen für Sanierung

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Das Wittinger Schwimmerbecken steht vor einer größeren Sanierung.

Wittingen – Droht den Wittingern demnächst wieder eine verkürzte Freibad-Saison? Zumindest im Schwimmerbecken? Der Hintergrund sind dieses Mal keine Probleme mit der Technik zur Wasseraufbereitung – vielmehr werden wohl umfangreiche Bauarbeiten an dem Becken nötig.

Über eine Konkretisierung der Pläne berät der städtische Bauausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 17. Oktober (18.30 Uhr, Rathaus).

Dass es Handlungsbedarf am großen Becken gibt, hat sich seit Jahren abgezeichnet und wurde vereinzelt auch schon von Bürgerseite angemahnt (das IK berichtete). Bereits 2017 wurde ein Ingenieurbüro mit einer Bestandsaufnahme beauftragt. 2018 vorgenommene Reparaturen der Folie galten letztlich nur als Provisorium. Im Rathaus stellte man sich bereits die Frage nach einem großflächigen Ersatz der Folie oder einem Umstieg auf ein Edelstahlbecken.

In der Vorlage für die Sitzung am Donnerstag heißt es, dass die Fachleute nach aktuellem Kenntnisstand empfehlen, den Beckenkopf zu ersetzen und den Zustand des Betonbeckens durch Kernbohrungen zu überprüfen. Dahinter steht die Frage, ob die Konstruktion für eine umfangreiche Generalüberholung standfest genug ist.

Das Ganze wird nicht billig: Bisher wird von Kosten in Höhe von 750 000 Euro ausgegangen, doch dabei fehlt noch eine Detailplanung für eine Sanierung, und zudem ist von Baukostensteigerungen auszugehen. Was die Nutzer aber vermutlich noch viel mehr interessieren dürfte: Soll das Becken saniert werden, dann muss es wohl für eine längere Zeit als die übliche Winterpause geschlossen werden. Im Rathaus geht man bislang von einer Sperrung zwischen September und Juni aus. Starten könnte das Projekt frühestens im Spätsommer 2020.

VON HOLGER BODEN

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