Wittinger Ortsrat stimmt für Brenntage

Brenntage abschaffen oder beibehalten? Der Wittinger Ortsrat möchte Letzteres.
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Brenntage abschaffen oder beibehalten? Der Wittinger Ortsrat möchte Letzteres.

spe Wittingen. „Manche Bürger haben in den letzten Monaten empfindlich reagiert“, so begann Wittingens Ortsbürgermeister Wolfgang Trautmann (SPD) die Diskussion zu den Brenntagen im Stadtgebiet. Der Ortsrat sprach sich in seiner Sitzung am Mittwochabend für die Beibehaltung der Brenntage in ihrer bisherigen Form aus.

„Die Leute halten sich an die Allgemeinverfügung“, äußerte Trautmann. „Nur fünf Verstöße“ habe es beim letzten Mal gegeben. Stadtbürgermeister Karl Ridder informierte über ein Schreiben von Dr. Marion und Dr. Rolf Mahlke, in dem auf Belästigungen und gesundheitliche Gefahren durch die Brenntage hingewiesen wird. Mahlke beruft sich in dem Brief auf eine Fachinformation des LUSA Nr.4/2009, wo auf Luftbelastung durch das Verbrennen von Gartenabfällen hingewiesen und ein Zusammenhang zwischen Gartenfeuern und Feinstaubbelastung genannt wird.

Außerdem wird in dem Schreiben auf einen Bericht im Informationsblatt BSH-Natur hingewiesen, der sich mit dem Verbrennen von Gartenabfällen und dessen Auswirkungen auf Luft, Gesundheit, Fauna und Flora beschäftigt. Angefügt ist eine Liste mit 72 Unterschriften von Personen, die sich dafür aussprechen, das Verbrennen stark einzuschränken und das Kompostieren oder Schreddern zu fördern.

Auf der Liste sind auch die Ortsratsmitglieder Hildrun Mitschke (SPD) und Jürgen Schramm (SPD) zu finden, die in der Sitzung allerdings für die Beibehaltung der bisherigen Form stimmten. Jens Oldenburg (FWG) mahnte, dass das Verbrennen auf vielen Grundstücken in Wittingen nicht möglich sei, da der nötige Abstand zum Gebäude nicht gehalten werden könne. Die Allgemeinverfügung müsse aber eingehalten werden. Wolf-Ingo Bellin (CDU) forderte, die Brenntage grundsätzlich abzuschaffen. Einzelgenehmigungen könnten seiner Meinung nach aber erteilt werden. Das Abschaffen forderte auch Jens König (CDU) und äußerte den Wunsch, Alternativen zu schaffen. Friedrich O. Winkelmann (FWG) sah „keine zwingende Notwendigkeit die Satzung abzuschaffen“. Bellin und König stimmten gegen das Beibehalten der Allgemeinverfügung.

Ridder informierte, dass das Thema derzeit mit allen Bürgermeistern im Landkreis erörtert werde. Es gebe Gespräche mit dem Kreis und dem Entsorgungsunternehmen in Wesendorf. Ein anwesender Bürger wies auf den Lkw-Verkehr hin, der für ihn eine wesentlich stärkere Feinstaubbelastung darstelle als die Brenntage.

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