500 Masken für die Schule

Wittinger Lehrerin näht mit Ehemann insgesamt 1000 Masken

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Dirk und Karola Sauerländer mit den Körben voller Masken für die einzelnen Klassen. Die Schüler Ole (l.) und Moritz (r.) haben ihre Exemplare schon.

Wittingen – Masken-Mangel? Derzeit nicht mehr das große Thema, doch noch vor wenigen Wochen war ein Mundschutz gar nicht so leicht zu bekommen.

Die Grundschule Wittingen muss sich überhaupt keine Sorgen machen – sie kann sozusagen auf Selbstversorgung aus den eigenen Reihen setzen. Eine Lehrerin und ihr Ehemann haben insgesamt 1000 Masken genäht.

„Stoffe lagen genug herum“, sagt Karola Sauerländer schmunzelnd. Und als der Lockdown kam, machte sie sich gemeinsam mit ihrem Mann Dirk an die Arbeit. Die ersten 25 Masken brachte sie zur Ratsapotheke, als Spende. 40 Exemplare gingen an die Wittinger Tafel. Auch Kollegen und Freunde stattete das Ehepaar mit selbstgenähtem Mund-Nasen-Schutz aus.

Bis heute sind im Hause Sauerländer rund 1000 Masken fertig geworden – manchmal lag die Tagesproduktion bei bis zu 75 Stück. Da sie ja auch Textiles Gestalten unterrichtet, sei es für sie naheliegend gewesen, sich einer solchen Sache anzunehmen, sagt Karola Sauerländer.

Das Ergebnis ist – zu einem großen Teil – jetzt im Eingangsbereich der Schule zu bewundern: 500 Masken sind für die Grundschüler vorgesehen, die nun jahrgangsweise nach und nach wieder eintreffen. Jedes Kind darf sich aus kleinen Körben, die nach Klassengruppen geordnet sind, einen Doppelpack nehmen. „Für jedes Kind haben wir ein anderes Design genäht“, sagt Karola Sauerländer. Auch für Eltern gibt es Exemplare. Die neuen Erstklässler, die im Spätsommer in die Schule kommen, sollen ebenfalls bedacht werden.

Im Gegenzug für die kostenlosen Masken seien von Apotheken-Kunden oder Erziehungsberechtigten schon Spenden eingegangen. „Davon haben wir dann wieder Gummiband gekauft“, berichtet die Lehrerin.

Schulleiter Georg Ebener ist begeistert von der Initiative des Ehepaars: „Das ist unbezahlbar und hat uns sehr geholfen. Die Aktion kam schnell und aus freien Stücken.“ Im Namen der Schule bedankte Ebener sich mit einer Blume, einem Präsent und einem Knisterumschlag. Die Kinder, so hat er beobachtet, „tragen die Masken im Alltag schon fleißig“.

VON HOLGER BODEN

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