336 000 Tonnen Gesamtumschlag

Wittinger Hafen boomt durch Rundholz

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Gestern im Wittinger Hafen: Wieder hat ein Schiff Rundholz gebracht, das auf einen Lkw verladen wird.

Wittingen. Mit 336 000 Tonnen Gesamtumschlag lag der Wittinger Hafen im vergangenen Jahr deutlich vor der Konkurrenz am Elbe-Seitenkanal. Uelzen kam auf 241 000 Tonnen Schiffsumschlag und 74 000 Tonnen Landumschlag, in Lüneburg waren es 160 000 beziehungsweise 12 900 Tonnen.

Die Zahlen, die am 8. April auch dem Wittinger Wirtschaftsausschuss vorgelegt werden (19 Uhr, Rathaus) sind schön, geben aber keinen Anlass zum Zurücklehnen. In Uelzen etwa macht man sich inzwischen auch auf den Weg zur Erweiterung des Hafens. Kurzfristig sollen dort 2,5 Hektar hinzukommen, langfristig soll das Areal möglicherweise sogar um 100 Hektar wachsen.

Wittingen plant 40 Hektar Zuwachs, bräuchte aber vor allem eine weitere Anlegestelle für Umschlag. Laut OHU-Geschäftsführer Johann Prass gibt es nach wie vor Bestrebungen, die marode Liegestelle des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) zu kaufen und zu ertüchtigen, doch es gebe in dieser Hinsicht weiter keine Ergebnisse. Verhandlungen zwischen der Stadt und dem WSA waren schon vor Jahren am Preis gescheitert – die Vorstellungen lagen weit auseinander.

Was am Hafen vor allem boomt, ist das Geschäft mit der Rundholz-Verladung. Die Steigerung beläuft sich bei dieser Güterart auf 86 800 Tonnen. Um ein knappes Viertel ist auch der Heizöl-Umschlag gestiegen, im vergangenem Jahr belief sich die Menge auf rund 100 000 Tonnen. Bei den Düngemitteln (23 000 Tonnen) blieb der Wert fast gleich, bei der Zellulose (35 000 Tonnen) schrumpfte die Menge geringfügig. Holzhack erlebte mit 25 400 Tonnen (gegenüber 35 600 im Vorjahr) den größten Rückgang.

Bei den genannten Gütern handelt es sich vor allem um „empfangene Güter“ – der Hafen war auch 2013 mit 273 000 Tonnen angelandeter Güter vor allem ein „Import-Hafen“. Die Gesamtmenge der abgesandten Güter hat sich dagegen verringert, wobei allerdings die Braugerste mit 23 000 Tonnen (2012: 20 400) sogar zulegen konnte.

Geholfen hat im letzten Jahr auch das Wetter: 221 Betreibertage sind verzeichnet, 2012 lag die Zahl bei nur 203 Tagen. Der Hafenbetrieb bescherte durch die Ufergelder Einnahmen in Höhe von knapp 90 000 Euro, abzüglich der Ausgaben bleibt eine Netto-Einnahme von rund 68 000 Euro. Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten sind da nicht eingerechnet.

Von Holger Boden

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