Frische Ideen im Gottesdienst

Wittinger Gemeinde St. Stephanus will Kirchenbesucher mit neuen Angeboten mobilisieren

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Die Kirchengemeinde St. Stephanus will mit neuen Gottesdienst-Formaten regelmäßiger für volle Kirchenbänke im Wittinger Gotteshaus sorgen.

Wittingen. Viele Reihen in den Kirchen bleiben landauf, landab leer, wenn sonntags Gottesdienste gefeiert werden. Die evangelisch-lutherische St. Stephanusgemeinde in Wittingen will darauf reagieren – mit neuen Formaten.

Johanna Wutkewicz

„Wir merken an den Besucherzahlen, dass der klassische Ablauf eines Gottesdienstes nicht mehr alle überzeugt“, sagt Pastorin Johanna Wutkewicz. „Gleichzeitig sehen wir im Gottesdienst die Kernveranstaltung des Gemeindelebens.“ Deshalb, so Wutkewicz, bietet die Kirchengemeinde mit Beginn des neuen Kirchenjahres – also ab Dezember – zwei neue Gottesdienstmodelle an, je einen davon pro Monat. Die Neuerungen seien im Kirchenvorstand beschlossen worden.

Das eine ist ein Familiengottesdienst, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen ansprechen soll. Für den Nachwuchs gibt es kein Extra-Programm, sondern: „Die Kinder sind mittendrin“, erklärt Wutkewicz. Für sie soll es Bewegungsmöglichkeiten ebenso geben wie Bastelangebote, kindgerechte Lieder und einiges mehr. Der erste Familiengottesdienst soll am 16. Dezember stattfinden, mit von der Partie ist dann auch Superintendent Christian Berndt.

Das zweite neue Format ist ein monatlicher Gottesdienst, der ohne die übliche Liturgie auskommt und sich mit einem bestimmten, eher unerwarteten Thema beschäftigt. Zum Auftakt geht es am 9. Dezember um „Zauberei“. Zu Gast ist der Wittinger Hobby-Zauberer Ulf Barnieske. Inhaltlich soll es laut Wutkewicz um das Spannungsfeld von Wahrnehmung und Wirklichkeit gehen, und natürlich wird auch der „Adventszauber“ eine Rolle spielen. Denkbare weitere Themen im nächsten Jahr sind beispielsweise „Kunst“ oder auch „St. Martin“.

Einen festen Platz im Monatsablauf – also zu Beginn, in der Mitte oder am Ende – bekommen die neuen Familien- und Themengottesdienste nicht. „Das wird jeweils extra angekündigt“, sagt Wutkewicz. Beginn ist immer 11 Uhr.

Zum Beispiel im Gemeindebrief. Der erscheint vier Mal im Jahr und ist ebenfalls von einer rückläufigen Dynamik im Gemeindeleben betroffen, der die Verantwortlichen gern entgegenwirken möchten: Die Gruppe der ehrenamtlichen Austräger schrumpft. Freiwillige, die einen Austeilbezirk übernehmen möchten, können sich im Kirchenbüro unter der Telefonnummer (0 58 31) 84 51 melden.

Von Holger Boden

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