1. az-online.de
  2. Isenhagener Land
  3. Wittingen

Wittinger Freibad-Saison 2023 wieder in gewohnten Bahnen

Erstellt:

Von: Holger Boden

Kommentare

Im Schwimmerbecken des Wittinger Ernst-Siemer-Bades ziehen einige Badegäste ihre Runden.
Das Schwimmerbecken im Ernst-Siemer-Bad wird sich freilich mit einem neuen Gesicht präsentieren – doch ansonsten plant die Stadt nach drei schwierigen Jahren eine regulär verlaufende Badesaison. © Privat

Wittingen/Knesebeck – Es sind unruhige Zeiten – doch zumindest für die Besucher der Bäder im Wittinger Stadtgebiet soll nächstes Jahr alles wieder sein wie immer. „Wir wollen zu den regulären Öffnungszeiten wie vor Corona zurückkehren“, sagte Abteilungsleiter Sven Menzhausen in dieser Woche dem Ausschuss für Kultur, Sport und Tourismus.

Mit anderen Worten: Nach zwei von der Pandemie gebeutelten Saisons und einem Sommer ohne Wittinger Freibad soll 2023 mal wieder ein ganz normaler Freibad- oder Strandbad-Sommer ins Haus stehen. Die Stadt plant für das Ernst-Siemer-Bad mit Öffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr in der Woche und 10 bis 19 Uhr an den Wochenenden. Das Knesebecker Strandbad soll montags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr öffnen.

Eine Änderung kommt dann aber möglicherweise doch auf die Badegäste zu: Sie könnten im Ernst-Siemer-Bad bald von einem Kassenautomaten eingelassen werden. Bisher sind die Wittinger es gewohnt, ihre Tageskarten bei einer Mitarbeiterin an der Kasse zu kaufen oder dort ihre Saisonkarten vorzuzeigen.

Im Rathaus denkt man über eine Automaten-Lösung nach, weil eine Stelle im Kassenbereich bislang nicht nachbesetzt wurde, nachdem die Mitarbeiterin im Mai dieses Jahres in den Ruhestand ging. In der Vorlage für den Ausschuss hieß es dazu: „Im Bereich der Kassen wird angestrebt, die Präsenzzeiten zu reduzieren und im Ernst-Siemer-Bad mit einem Kassenautomatensystem zu arbeiten.“ Die vakante Stelle solle nichtnachbesetzt werden, gleichwohl rechne man damit, dass etwa an Wochenenden der Einsatz von Saisonkräften nötig werden könne.

Der Ausschuss stimmte dieser Strategie zu, die Menzhausen so beschrieb: „Wir wollen eine möglichst hohe Automatisierung hinbekommen.“ Bargeldzahlungen wolle man dabei vermeiden.

Eckhard Meyer (BA) wollte wissen, ob der Einlass per Kasenautomat denn in Einklang zu bringen sei mit der Gebührenordnung und ihren Ermäßigungen. Dazu Menzhausen: „Das lässt sich alles abbilden.“ Allerdings wurde auch deutlich, dass man sich zum Beispiel noch mit der Frage beschäftigen muss, wie sichergestellt werden kann, dass der Besucher, der da gerade eine Saisonkarte aus Plastik in den Automaten schiebt, auch tatsächlich der Inhaber dieser Karte ist.

Der Ausschuss votierte für 40 000 Euro, die nach Einschätzung der Verwaltung für die Investition in einen Kassenautomaten samt Drehkreuz benötigt werden – das könne auch etwas mehr oder etwas weniger kosten, hieß es. „Wir loten das noch aus“, sagte Menzhausen. Die Kosten würden sich mit Blick auf die bisherigen Personalkosten nach etwas zweieinhalb Jahren amortisieren.

Weil das Ernst-Siemer-Bad dieses Jahr geschlossen war, ist auch eine vakante Stelle eines Fachangestellten für Bäderbetriebe bisher nicht nachbesetzt worden. Das normalerweise vierköpfige Team soll aber wieder vollzählig in die neue Saison gehen, ein entsprechendes Besetzungsverfahren läuft.

Auch interessant

Kommentare