Anstieg gegen alle Erwartungen / Negativer Geburtensaldo wird durch Zuzug überkompensiert

Wittinger Einwohnerzahl wächst

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Das Baugebiet Steinhaufenacker – Ausdruck eines neuen Zuzugs-Trends in Wittingen.

Wittingen. Das ist eine Überraschung: Die Stadt Wittingen hat im abgelaufenen Jahr gegen alle Erwartungen Einwohner hinzugewonnen. Waren nach der internen Zählung der Stadtverwaltung am 31. Dezember 2013 noch 11 542 Menschen mit Hauptwohnsitz hier gemeldet, so belief sich die Zahl am Jahresende 2014 auf 11 619.

Nach Angaben der Stadtverwaltung beinhaltet diese Zahl auch die Menschen, die als Flüchtlinge oder Asylbewerber nach Wittingen gekommen sind. Weil sie keinen anderen Wohnsitz mehr haben, sind sie hier mit Hauptwohnsitz gemeldet. Die Stadt hat 53 Menschen aufgenommen und damit mehr als ihre eigentliche Quote (35) erfüllt, weil es in anderen Gebieten des Landkreises größere Probleme mit der Unterbringung gibt. Beim Landkreis, der auf die Hilfe der Kommunen angewiesen ist, registriert man die Unterstützung aus Wittingen als sehr positiv.

Mit der aktuellen Einwohnerzahl ist fast der Stand von 2012 wieder erreicht: Damals gab es 11 628 Einwohner mit Hauptwohnsitz im Stadtgebiet.

Geburtensaldo negativ

Der Zuwachs von 77 Menschen im Jahr 2014 entspricht einem Plus von 0,67 Prozent. Allein aus der Aufnahme der Flüchtlinge ist die Steigerung nicht zu erklären, zumal auch der Geburtensaldo wie schon in den Vorjahren negativ ist. 86 Neugeborene im Familien, die in der Stadt Wittingen wohnen, wurden im letzten Jahr registriert. Dem stehen mit 166 fast doppelt so viele Todesfälle im selben Zeitraum gegenüber.

Heißt: Der Wanderungssaldo ist positiv. Rechnet man die Flüchtlinge heraus, dann müssen über 100 Menschen zugezogen sein. So interpretiert auch Stadtbürgermeister Karl Ridder die Zahlen: „Der Zuzug ist sehr erfreulich, vor allem angesichts der schlechten Vorhersagen in den letzten Jahren.“ Da waren für Wittingen drastische Einwohnerverluste prognostiziert worden. [...]

Von Holger Boden

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