Lückenschluss in der Altstadt?

Wittinger Bürgerforum bringt Kleine Wallstraße 4 auf die Agenda

Der Abriss des Gebäudes an der Kleinen Wallstraße 4 erfolgte 2017, seitdem ruht die Fläche im östlichen Teil der Altstadt.
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Der Abriss des Gebäudes an der Kleinen Wallstraße 4 erfolgte 2017, seitdem ruht die Fläche im östlichen Teil der Altstadt.

Wittingen – Es ist fünf Jahre her, da sollte mal ein Parkplatz aus der Baulücke in der Kleinen Wallstraße werden – genau genommen hatte die Stadt für dieses Ziel sogar das baufällige Haus mit der Nummer 4 gekauft und abreißen lassen.

Dann zog die Post weg, und heute ruft scheinbar niemand mehr nach Parkplätzen. Der Vorstoß des Ortsrates, einen Architektenwettbewerb auszurufen, um die leere Fläche im Osten der Altstadt zu füllen, ist allerdings auch schon wieder zweieinhalb Jahre alt. Nun kommt ein neuer Ruf nach Beseitigung der Lücke.

Er kommt aus dem Bürgerforum, das im Oktober erstmals tagte. Unterzeichnet ist der Antrag ans Rathaus von Uwe Hoppmann und Matthias Rönneberg, beide für die CDU im Stadtrat, und beide Mitinitiatoren des Bürgerforums. Sie wollen, dass dieses Jahr eine Planung für die wohl berühmteste Baulücke der Wittinger Innenstadt in Auftrag gegeben wird. Die Stadt solle bei der anstehenden Städtebauförderung ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und Impulse setzen. Der Ortsrat hatte das Füllen der Baulücke auch schon auf seine Anforderungsliste für 2020 gesetzt.

Dass die CDU, deren Fraktionschef er ist, für den Antrag stimmt, davon geht Hoppmann aus – man habe das mit dem Architektenwettbewerb ja damals angeregt. Den gab es bislang nicht, Hoppmann hält das inzwischen aber nicht mehr für den entscheidenden Punkt: „Das Schließen der Baulücke muss Vorrang haben“, sagt er. Ob die Stadt selbst baut oder die Fläche, versehen mit einer Baupflicht, verkauft, das sei zu diskutieren.

Christian Schroeder, Sprecher des früheren CDU-Koalitionspartners, sagt, die Grünen-Fraktion könne das Anliegen durchaus mittragen. Ihn ärgere, dass längst getroffene Beschlüsse – der Wettbewerb – vom Rathaus nicht umgesetzt worden sind.

Zustimmung, dass die Baulücke geschlossen werden sollte, kommt auch von der FWG. Die Frage sei aber in der Tat, ob das Grundstück nicht, mit Baupflicht versehen, wieder verkauft werden sollte: „Die Stadt hat andere Aufgaben, als dort zu bauen.“ Von der SPD war gestern Nachmittag keine Stellungnahme zu bekommen.

VON HOLGER BODEN

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