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Wittinger Baustelle nähert sich der B 244

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Von: Holger Boden

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Svenja Eisner vom Wasserverband unterhält sich mit Polier Roland Sulfrian vor einer Maschine, die Rohre im Spülbohrverfahren verlegen hilft.
Svenja Eisner vom Wasserverband am Donnerstag bei einer Baubesprechung mit Polier Roland Sulfrian an der Ecke Spittastraße/Am Kleinbahnhof. © Boden

Wittingen – Bisher verlaufen die Arbeiten für die Druckrohrleitung von Boitzenhagen zur Wittinger Kläranlage für die meisten Wittinger Bürger verhältnismäßig unauffällig. Das wird sich in Kürze ändern, denn die Baustelle nähert sich der B 244 – und muss dann auch drüberweg beziehungsweise drunterdurch.

Die 30 Zentimeter starke Leitung wird größtenteils im Spülverfahren verlegt, dafür muss in der Regel alle 100 oder 120 Meter die Erde aufgerissen werden. Straßensperrungen sind trotzdem nötig, mit dem Bereich am Wunderbütteler Kirchweg, an der Reithalle und am Kleinbahnhof traf es bisher eher die Nebenstrecken.

Zwischen Wunderbütteler Kirchweg und Spittastraße gilt nach Angaben der ausführenden Firma Ost-Bau (Osterburger Straßen- und Tiefbau) schon mal wieder freie Fahrt. Wann demnächst die Asphaltschicht aufgebracht wird, ist noch offen, zuvor muss in dem Abschnitt die eingebrachte Leitung überprüft werden.

Schwerpunkt der Arbeiten, deren Auftraggeber der Wasserverband Gifhorn ist, wird ab Montag nächster Woche der Bereich zwischen der Spittastraße und dem Bahnhof, am alten OHE-Gelände entlang. Bis zur Einmündung der Straße „Am Kleinbahnhof“ in die B 244 wird gesperrt. Anwohner sollen laut Polier Roland Sulfrian, der das siebenköpfige Bau-Team leitet, aber zu ihren Grundstücken kommen können.

Offen war noch, wie kommende Woche die Zufahrt zum Bahnhof geregelt wird. Möglicherweise über den Busbahnhof, aber noch wird auch die Option geprüft, dass der Parkplatz über die Straße „Am Kleinbahnhof“ erreichbar bleibt.

Richtig spannend wird es dann nach dem derzeitigen Fahrplan ab der Woche, in der die Ferien beginnen. Dann müssen Sulfrian und sein Team die Bundesstraße queren – in offener Bauweise. Vorgesehen ist eine halbseitige Sperrung. Mit erheblichen Behinderungen für den Straßenverkehr wird gerechnet, zumal die Bahnhofstraße mit ihrem Bahnübergang ohnehin als Nadelöhr gilt. Immerhin fällt dieser Teil der Arbeiten in die Ferien – Ende August soll, wenn alles klappt, die Bahnhofstraße wieder frei sein. Die Baustelle setzt dann ihren Weg in Richtung Schönungsteich fort.

Böse Überraschungen in Form von Blindgängern sind Sulfrian und seinen Leuten bisher erspart geblieben. Die Bautrasse ist vorher aber auch auf Kampfmittelreste geprüft worden. An der Knesebecker Straße, wo die Arbeiten für den Bauabschnitt begonnen haben, wurde beim Graben ein ehemaliges Schützenloch entdeckt, aber ohne Munitionsrückstände oder ähnliches.

Welcher Bauabschnitt der rund 18 Kilometer langen Abwasserleitung als nächstes an den Start geht, ist laut Svenja Eisner, die beim Wasserverband für den Bereich Netze arbeitet, noch offen. Vermutlich werde es sich um die Strecke Boitzenhagen-Schneflingen handeln. Den konkreten Zeitplan dafür gebe es noch nicht, da noch das Vergabeverfahren läuft.

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