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Wittinger Bauausschuss will am Montag Pläne für OHE-Areal voranbringen

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Von: Holger Boden

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Auferstanden aus Schienen: Dieser Anblick war einmal, in nicht ferner Zukunft sollen auf dem alten OHE-Gelände neue Arbeitsplätze entstehen.
Auferstanden aus Schienen: Dieser Anblick war einmal, in nicht ferner Zukunft sollen auf dem alten OHE-Gelände neue Arbeitsplätze entstehen. © Archivfoto: Boden

Wittingen – Seit knapp fünf Jahren ist der einstige OHE-Bahnhof in Wittingen kein Bahnhof mehr. Nun soll auf dem Areal ein rund 8 Hektar großes Gewerbegebiet entstehen.

Die Stadt treibt die Bauleitplanung dafür voran – in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am kommenden Montag, 7. Dezember (18. 30 Uhr, Stadthalle), soll der überarbeitete Entwurf des Bebauungsplans für eine erneute öffentliche Auslegung freigegeben werden.

Das Ziel wurde noch zu Zeiten der schwarz-grünen Mehrheit im Rathaus formuliert: Attraktive Gewerbeflächen, nicht sonderlich weit vom Stadtzentrum und verkehrlich gut angebunden, sollen möglichst moderne Unternehmen nach Wittingen locken. Die Brache zwischen der DB-Linie und dem Schul- und Sportzentrum an der Spittastraße soll sich künftig sehen lassen können und dabei auch gleich neue Arbeitsplätze und zusätzliche Gewerbesteuer in die Brauereistadt holen.

Zwar müssen die Pläne für das Gebiet erst noch beschlossen werden, die erhofften Investoren sollen sich aber schon in nicht allzu ferner Zukunft ein Bild von dem Gewerbe-Areal machen können. Zum Teil wurde das Gelände von den Zeugnissen seiner jahrzehntelangen, vormaligen Nutzung bereits ebenso befreit wie von einigen Spuren des anschließenden Verfalls. Für den neuen Haushalt stehen noch einmal 81 000 Euro für die Freilegung im Etat-Entwurf. Der Wirtschaftsausschuss wurde darüber informiert, dass die Maßnahme für diesen Winter vorgesehen ist.

Der Bauausschuss hat sich nun mit den Stellungnahmen auseinanderzusetzen, die im Zuge einer ersten Beteiligungsrunde eingegangen sind. Dabei wurde unter anderem auf ein Trinkwassergewinnungsgebiet hingewiesen, dessen Funktion durch die neuen Pläne nicht beeinträchtigt werden dürfe. Die gewerblichen Nutzungen sollen so eingeschränkt werden, dass eine Wassergefährdung ausgeschlossen wird.

Eine 0,8 Hektar große Fläche der DB, die von dem Unternehmen wohl nicht mehr benötigt wird, soll in das künftige Gewerbegebiet integriert werden. Die Stadt verhandelt darüber bereits seit längerem mit der Bahn. Mittel für den Kauf des Areals sind ebenfalls für den Haushalt des nächsten Jahres vorgesehen.

Die Sitzung am kommenden Montag ist öffentlich, zu Beginn und am Ende gibt es jeweils eine Einwohnerfragestunde.

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