Neues Provisorium oder etwas Dauerhaftes?

WC am Wittinger Bahnhof: Ortsrat will Planungen 2020 anschieben

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Das Dixi-Klo hat am Wittinger Bahnhof keine Zukunft, doch was danach kommt, muss im Detail noch geklärt werden.

Wittingen – Das bessere Provisorium an Stelle des schlechten Provisoriums? Oder doch eine dauerhafte Lösung? Der Wittinger Ortsrat will nun die Weichen für eine Toilettenanlage am Bahnhof stellen.

Die Tage des Dixi-Klos sollen dann bald gezählt sein – die Frage ist nur noch, welches Ausbauniveau das neue WC haben soll. Und damit auch, was es am Ende insgesamt kostet.

Als der Ortsrat am Montagabend im Junkerhof seine Mittelanforderungen für 2020 einstimmig verabschiedete, stand die neue Bahnhofstoilette ganz oben auf der Prioritätenliste. 20.000 Euro sind zunächst vorgesehen. Auch wenn eine Containerlösung avisiert worden ist: Wie weit dieses Geld reicht, bleibt abzuwarten. Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg denkt, dass dafür zumindest Planung und Erschließung zu bezahlen sein müssten.

Eine Unisex-Toilette oder nach Geschlechtern getrennt? Barrierefrei? Kostenlose Nutzung oder gegen Gebühr? Das sind Fragen, die noch geklärt werden sollen. Für eine Gebührenschranke sprach sich am Montagabend Jörg Friedrichs (CDU) aus. Das sei auch eine Hilfe gegen möglichen Vandalismus.

Während mancher in einer Container-Variante eine erneute Übergangslösung sieht, gibt es auch andere Stimmen. Der Wittinger Hartmut Horrey sagte dem Ortsrat: „Das kann man schön gestalten, dann kann das auch bleiben.“ Auch Friedrichs mahnte, man solle sich bei der Umsetzung durchaus auf eine längere Nutzung einstellen. Mit Blick auf oft langwierige kommunalpolitische Prozesse meinte er: „Das WC steht sicher mindestens fünf Jahre, bis da etwas Neues geschaffen würde.“

Rönneberg brachte noch den Vorschlag ein, gegebenenfalls zu prüfen, ob sich nicht auch ein Toiletten-Modul von außen an das DB-Gebäude andocken ließe. Dann könne man die dort vorhandene Erschließung nutzen. Sabrina Puskeiler vom Amt für Wirtschaftsförderung zeigte sich allerdings skeptisch – die Realisierung einer derartigen Kooperation gestalte sich „erfahrungsgemäß schwierig“.

bo

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