Ortsgruppe möchte sich für das Zweirad stark machen

Wittinger ADAC will auch an Fahrradwege ran

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Vorsitzender Hans Chojnacki (r.) ehrte verdiente und langjährige Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung des ADAC Wittingen im Hotel Nöhre.

Wittingen – Nicht nur das Auto liegt den Mitgliedern der Wittinger ADAC-Ortsgruppe am Herzen, auch für das Fahrrad will man sich stark machen.

Bei der Jahreshauptversammlung im Hotel Nöhre bemängelte der Vorsitzende Hans Chojnacki, dass es schwierig sei, in Wittingen beim Thema Fahrradwege zu einem Ergebnis zu kommen.

Problematisch sei es, die richtigen Ansprechpartner zu finden. Vor allem entlang der B 244 sollte es einen Fahrradweg geben. Die dort liegenden vier Ortschaften seien zudem aufgrund der Geschwindigkeitsübertretungen und der durchfahrenden Lkw sowie Pkw bezüglich der allgemeinen Sicherheit zu betrachten.

„Denn viele von uns fahren auch Fahrrad“, betonte Chojnacki. Kritik übte er am BUND-Kreisverband wegen der angestrebten Klage gegen die A 39. „Es ist erstaunlich, dass der Kreisverband 60.000 Euro in eine Klage steckt, um den Beginn der Arbeiten hinauszuzögern. Viele Dörfer und Pendler warten sehnlichst darauf, dass die Autobahn fertig gebaut wird. Der BUND sollte das Geld lieber in Naturschutzprojekte packen, anstatt Politik gegen Menschen zu machen, die das Geld in dieser Republik erwirtschaften.“

Auch die Diskussion über Feinstaub kritisierte Chojnacki. „Manchmal glaubt man, dass gewisse Vertreter der jeweiligen Richtung den Bürger für blöd halten.“ Weniger Bestellungen im Internet etwa gerade der jungen Leute, die für die Umwelt eintreten, würden die Belastungen verringern.

Außer etlichen geselligen Veranstaltungen des Ortsclubs gab es im letzten Jahr auch wieder die Fahrradturniere an den Schulen. An den Grundschulen Wittingen, Radenbeck, Hankensbüttel, Groß Oesingen und der Oberschule Calberlah sowie bei der Lebenshilfe Wittingen werde man in diesem Jahr die Turniere noch einmal gestalten.

Allerdings wird es diese Turniere in diesem Jahr das letzte Mal geben, kündigte Chojnacki an. Aufgrund der Altersstruktur des Vereins sei das nicht mehr zu leisten. „Wir haben das gesamte Material für die Umsetzung der Turniere verteilt“, sagte Chojnacki. So können die Schulen und die Lebenshilfe in Zukunft selbstständig ihre eigenen Turniere organisieren.

„Auch ich bemühe mich schon seit Jahren, einen Nachfolger zu finden“, fügte der Vorsitzende an. Derzeit hat der ADAC-Regionalclub 44 Mitglieder, von denen zehn nur im Ortsclub dabei sind. Die Zahl der Austritte sowie der Eintritte hoben sich gegeneinander auf. Für langjährige Mitgliedschaft wurden Hans-Joachim Wolter und Torsten Bötticher (25 Jahre) sowie Walter Smolla (50 Jahre) geehrt. Die bronzene Ehrennadel vom ADAC-Regionalclub Niedersachsen/Sachsen-Anhalt ging an Hans-Ulrich Schrader.

VON BURKHARD OHSE

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