„Das Mittelzentrum stärken“

Wittingens Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg mit dem Ausblick für 2020

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Die Lange Straße braucht in der Nähe von Kaisers Eck eine Pflaster-Reparatur.

Wittingen – „Wir müssen unser Mittelzentrum stärken, wo es geht.“ Das ist die feste Überzeugung von Wittingens Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg, und er meint damit den Kernort des Stadtgebiets mit seinen Versorgungsleistungen, seiner Infrastruktur, seinen Geschäften.

Rönneberg hofft, dass 2020 – ein Jahr ohne Wahlen – das Vorantreiben von Sachthemen erlaubt. Er kündigt zudem an, dass das 2019 erstmals angebotene „Bürgerforum“ keine Eintagsfliege bleiben soll.

Matthias Rönneberg, Ortsbürgermeister.

Der CDU-Mann äußert sich auch positiv über erste Gespräche, die er mit dem neuen Stadtbürgermeister Andreas Ritter über Wittinger Ortsthemen geführt hat: „Das macht Hoffnung für die Zusammenarbeit.“ Ritter hatte sich in seinem Wahlkampf letztes Jahr unter anderem die Bauland-Entwicklung auf die Fahne geschrieben – ein Handlungsfeld, dem auch Rönneberg enorme Bedeutung beimisst: „Wittingen muss wachsen.“

Ein anderes großes Thema wird dieses Jahr die

• Städtebauförderung: Die ist für Hausbesitzer in der Altstadt die Chance, Zuschüsse für Modernisierungsprojekte zu bekommen, und auch städtische Projekte sollen umgesetzt werden. Ganz vorn auf der Liste: die Sanierung der Junkerstraße. „Das wird uns dieses Jahr beschäftigen“, sagt Rönnerberg, geht aber davon aus, dass es 2020 zunächst um die Planung gehen wird, und dass 2021 die Ausführung dran ist. Schneller gehen soll es nach Möglichkeit mit einem

Das neue Bahnhofsumfeld ist fast fertig – nun soll ein öffentliches WC die Sache abrunden.

• Bahnhofs-WC: Das steht beim Ortsrat weit oben auf der Prioritätenliste. Die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds wird dieses Jahr mit dem neuen Busbahnhof abgeschlossen – eine öffentliche Toilette soll das Ganze abrunden. Rönneberg: „Da muss und da wird etwas passieren.“ Mit einem WC-Container und einem Anbau an das DB-Gebäude sind zwei denkbare Varianten im Gespräch. Wohl eher nicht Teil der Lösung ist das

• OHE-Gebäude: Dessen Zukunft ist offen, ein Erhalt samt Sanierung wäre denkbar, Rönneberg wäre dafür – „bis zu einer gewissen finanziellen Größenordnung“. Zu wünschen sei eine Entscheidung in diesem Jahr. Vorankommen will man auch beim benachbarten

• OHE-Gelände: Rönneberg rechnet für dieses Jahr mit einem Bebauungsplan für das neue Gewerbegebiet. Dann könne es dort „eigentlich losgehen“. Das ist auch das Stichwort für die Neugestaltung des Platzes vor der Stadthalle in der

• Nachtweide: Deren Aufwertung als Naherholungsgebiet steht weiter auf der Agenda. Das Schützenfest werde dieses Jahr noch einmal auf dem Parkplatz vor der Nachtweide stattfinden können, sagt Rönneberg, doch weil dann irgendwann der Bau der neuen Kita startet, muss rechtzeitig damit begonnen werden, für 2021 den geplanten Festplatz an der Stadthalle herzurichten: „Das müssen wir angehen, das wird eine größere Baustelle.“ Vor der Nachtweide wird zudem auf dem „Dreieck“ weiterer neuer Parkraum geschaffen. So bleibt denn auch abzuwarten, wie viele Projekte aus dem Ort Wittingen insgesamt im städtischen Haushalt unterkommen, etwa aus dem

• Straßenbau: Da stehen die Tilsiter Straße und der Lohmühlenweg oben auf der Liste. „Wir brauchen zunächst eine Planung, aber ich würde mir wünschen, schon etwas Sichtbares hinzukriegen“, sagt Rönneberg. Handlungsbedarf ist auch bei der Barkhausenstraße erkannt oder bei Schadstellen wie im Westteil der Langen Straße an Kaisers Eck. Und dann gibt es noch ein paar unbefestigte Gehwege, die nach Auffassung des Ortsrats mal ein festes Pflaster bräuchten.

VON HOLGER BODEN

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