Wittingen will die Oberschule

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Für die Wittinger Politik sind Haupt- und Realschule zwei Puzzleteile, die künftig zusammenpassen. Ob mit einem gymnasialen Zweig noch ein drittes Teil hinzukommen kann, ist offen.

Wittingen. – Von Holger Boden. Wittingen will die Oberschule. Der städtische Schulausschuss hat am Donnerstagabend einstimmig empfohlen, einen Antrag auf Einrichtung der neuen Schulform zu stellen – zum 1. August, und mit einem gymnasialen Zweig.

Die Politik schlägt damit knapp acht Monate vor der Kommunalwahl ganz den Kurs der Elternschaft ein. Der Stadtelternrat hatte sich im Vorfeld der Sitzung für eine Oberschule in Wittingen stark gemacht und auch einen gymnasialen Zweig als wünschenswert dargestellt.

Alle Fraktionen betonten, dass sie voll hinter der Entscheidung für eine Oberschule stehen. Heinz-Ulrich Kabrodt (SPD) sah das neue Angebot als Standortfaktor für Familien. Klaus Palluck (FWG) sah das genauso und befand: „Wenn, dann mit gymnasialem Zweig.“ Der Ausschussvorsitzende Jens Schröder (CDU) schloss sich an und sah in der Oberschule eine „Stärkung des Standortes“.

Genug Schulraum wird es in jedem Fall geben. Das rechnete der Erste Stadtrat Peter Rothe den Ausschussmitgliedern vor: „In allen denkbaren Fällen ist die Unterbringung der Schüler möglich, ohne dass gebaut werden muss.“ Es zeichne sich angesichts sinkender Schülerzahlen sogar eine gewisse „Leerstandsproblematik“ ab, die durch die mit der Oberschule verbundene Ganztagsschule und einen gymnasialen Zweig kompensiert werden könne.

Die Verwaltung erhält nun, wenn der Verwaltungsausschuss die Empfehlung bestätigt, den Auftrag, einen Antrag auf Einrichtung einer Oberschule abzuschicken. Dieser Schritt ist ab 1. Februar möglich – auch wenn das Land Niedersachsen die gesetzlichen Grundlagen wohl erst um Ostern herum verabschiedet haben wird. Klappt es in diesem Jahr nicht mehr, dann, so der Ausschuss, soll die Oberschule in Wittingen im nächsten Jahr kommen.

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