Rückgang um 9 Prozent gegenüber 2018

Wittingen: Weniger Umschlag im Hafen

Die Umschlagstätigkeit im Wittinger Hafen war im letzten Jahr rückläufig, nur das Heizöl-Geschäft ist stark gewachsen.
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Die Umschlagstätigkeit im Wittinger Hafen war im letzten Jahr rückläufig, nur das Heizöl-Geschäft ist stark gewachsen.

Wittingen – Im zweiten Jahr nacheinander sind die Umschlagszahlen im Wittinger Hafen rückläufig. Die Statistik für 2019 weist einen Schiffsumschlag von insgesamt 211 771 Tonnen aus, hinzu kommen 6100 Tonnen per Bahn. 2018 waren es noch 232 000 bzw. 7000 Tonnen gewesen.

Dies entspricht einem Gesamt-Rückgang von 9 Prozent.

Die Entwicklung hat offenkundig vor allem damit zu tun, dass im letzten Jahr kein Rundholz mehr im Wittinger Hafen verladen wurde. Das schlug 2018 noch mit einer Gesamtmenge von 26 000 Tonnen zu Buche. Für 2019 steht in der Statistik eine Null.

Rückgänge gab es auch beim Holzhack (jetzt 27 700 Tonnen) und bei der Zellulose (von 15 000 auf 2000 Tonnen). Geringfügig aufwärts ging es beim Düngemittel-Umschlag, dort wurden 17 700 Tonnen bewegt. Ein Stück weit gerettet wird die Bilanz durch die Heizöl-Schiffsladungen, die im Wittinger Hafen gelöscht werden: Abgesehen von ein, zwei kleinen Dellen zwischendurch geht die Menge seit 2007 beständig nach oben und lag nun 2019 bei 131 000 Tonnen – gegenüber 2018 ist das ein Anstieg um mehr als 13 Prozent.

Bei den genannten Kategorien handelt es sich um „Import“ – die empfangenen Güter machen mit über 182 000 Tonnen nach wie vor den Löwenanteil des Umschlagsgeschehens im Hafen aus. Mit dieses Mal 29 217 Tonnen ist die Braugerste schon seit Jahren der einzige nennenswerte „Export“-Artikel, der den Wittinger Anleger verlassen hat, hinzu kommen nur noch 360 Tonnen „Sonstiges“.

Die rückläufigen Zahlen spiegeln sich auch in der Zahl der Schiffe wider, die 2019 festmachten: Ihre Zahl sank gegenüber dem Vorjahr von 250 auf 206.

Das Umschlagsgeschäft wird von der Port Logistics Wittingen betrieben, eine Gesellschaft, an der nach dem Ausstieg der OHE die Stadt Wittingen und der Logistiker Rhenus zu je 50 Prozent beteiligt sind.

VON HOLGER BODEN

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