Sommerfest besteht gegen Fußball-Konkurrenz und Feuchtigkeit

Wittingen trotzt Widrigkeiten

Diese Kinder vergnügten sich am Sonnabend auf dem Kettenkarussell am Wittinger Marktplatz. Auch sonst gab es viele Attraktionen für die jüngere Generation.

bo/va/jk Wittingen. Das Wittinger Sommerfest hatte am Wochenende einen Hürdenlauf zu meistern. Konkurrierte die Veranstaltung am Freitagabend noch mit einem größeren Event in Danzig, so war gestern der Regen der größte Gegner.

Doch alles in allem zog man gestern von HGV-Seite eine positive Bilanz: Insbesondere der Sonnabend sei „super“ gewesen, meinte Jörg Friedrichs, der sich im Vorfeld um die Bestückung der Festmeile gekümmert hatte. Auch mit der Resonanz am gestrigen Sonntag könne man mit Blick auf das Wetter noch zufrieden sein.

Der Freitagabend zeigte deutlich, wo derzeit die Prioritäten der Besucher liegen: beim Fußball. Insofern war das Public Viewing ein kluger Schachzug – auf diese Weise kamen viele vor allem junge Leute zum Fest. Die gleichzeitig angesetzten Bands hatten gegen das EM-Spiel keine Chance und fanden nach dem Abpfiff noch ihre Zuhörer. Mächtig Zuspruch fand die Mallorca-Party, bei der bis in den frühen Morgen gefeiert wurde. Die Polizei beendete das Ganze gegen 3.30 Uhr, nachdem Anwohner sich über Lärm beschwert hatten.

Der Sonnabend war dann etwas für alle Generationen. Ältere Besucher, zum Teil auch aus Seniorenheimen, freuten sich an Bingo und Chorgesang. Bei der Lego-Roadshow samt Bauecke und Hüpfburg standen die Kinder zum Teil Schlange. Auch Tschernobyl-Kinder, derzeit zu Besuch im Isenhagener Land, erkundeten die Lego-Welt.

Richtig gut kam das Comedy-Musik-Duo Till & Hannes auf der Planet-E-Bühne an. Den Band-Contest gewann die Wesendorfer Band „Red Light Out“, die sich gegen fünf Mitbewerber durchsetzte. „Damit hätten wir nicht gerechnet“, meinte Gitarrist Matthias Garske. Auch die Schwester des Songwriters Tom Siebert freute sich über das Ergebnis. „Die Jungs haben lange dafür gearbeitet“, sagte Sonja Sommer.

Der Abend gehörte dann den Lokalmatadoren von A 39, die auf der Volksbank-Bühne den Gänsemarkt tanzen ließen. Direkt vor der Bühne hatte sich der Fanclub postiert. „Die Band hat Kult-Status. Da müssen wir dabei sein. Und auch sonst ist das Sommerfest ein Erfolg. Die ganze Location ist gut. Ein großes Lob an den HGV“, meinte Stefan Leeder aus Wittingen.

Graue Wolken am Sonntagvormittag ließen es dann ahnen: Die Hoffnung auf ein durchgehend trockenes Sommerfest würde sich nicht erfüllen. „Suchet der Stadt Bestes“ – das war das Thema, zu dem Superintendent Martin Berndt beim Open-Air-Gottesdienst predigte.

Trotz des Regens kamen aber auch am Nachmittag immer mehr Besucher in die Innenstadt, um zum Beispiel den Bauernmarkt der Wittinger Landfrauen zu besuchen – und natürlich die Mini-Playback-Show, bei der die jungen Künstler vor einem Meer aus Regenschirmen auftraten. 22 Teilnehmer gingen mit 14 Beiträgen ins Rennen.

Bei der älteren Gruppe (11 bis 13 Jahre) holte die zwölfjährige Geraldine Röling den Sieg mit dem Titel „Mein Mikrofon“ (Jennifer Rostock). In der jüngeren Gruppe hatte Josefine Dinter (10) mit „Domino (Jessie J.) die Nase vorn.

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