Einwohnerzahl stabil / Geburten steigen an

Wittingen profitiert von Zuzug

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So voll wie hier beim Sommerfest ist es in Wittingen freilich nicht immer, doch die Einwohnerzahl ist immerhin nahezu konstant.

Wittingen – 50 Mädchen und 48 Jungen – das sind die neuen Erdenbürger, die 2018 in Familien hinein geboren wurden, die im Wittinger Stadtgebiet wohnen. Eine Zahl, die eine erfreuliche Entwicklung markiert, denn 98 Geburten bedeuten ein Plus von 21 gegenüber 2017. Das sind 27 Prozent.

Der Geburtenzuwachs trägt zu einer Stabilisierung der Einwohnerzahl bei, auch wenn er mit der Zahl der Sterbefälle (146) nach wie vor nicht mithalten kann. 2017 wurden allerdings noch 164 Verstorbene registriert – die Lücke schließt sich also von beiden Seiten.

In der Summe bedeutet das: Die Stadt Wittingen hat Zuzug verzeichnet. Denn die Zahl der Einwohner mit Hauptwohnsitz in einer der 25 Ortschaften ist mit 11 670 laut städtischer Statistik nahezu konstant geblieben. Ende 2017 waren 11 673 gemeldet. Der negative Saldo aus Geburten und Todesfällen (-48) muss also zum großen Teil durch neue Bürger kompensiert worden sein, die nun im Stadtgebiet wohnen.

Mit Flüchtlingen, die einen Aufenthaltsstatus erlangt haben, sind die Zahlen nicht zu erklären. Die Zahl der Ausländer mit Hauptwohnsitz ist über das Jahr von 712 auf 693 zurückgegangen. Laut Stadtbürgermeister Karl Ridder ziehen Geflüchtete mit Aufenthaltsstatus auf der Suche nach Arbeitsplätzen erfahrungsgemäß häufig in größere Städte. Die Zahl der im Stadtgebiet lebenden Flüchtlinge ohne Status sei auf 307 zurückgegangen (-8).

Für Ridder ist die Gesamtentwicklung der Einwohnerzahl positiv, denn in diversen Studien sei der Stadt über die Jahre immer wieder ein heftiger Schrumpfkurs prophezeit worden: „Natürlich würden wir uns auch über insgesamt steigende Zahlen freuen, aber immerhin sieht es schon mal ganz anders aus, als oft vorhergesagt wurde.“

Wittingen als Kernort hat Einwohner verloren und kommt jetzt noch auf 4698 (-28). Der zweitgrößte Ort Knesebeck weist mit 2685 Bürgern einen leichten Zuwachs auf (+2). Mitunter bemerkenswertes Wachstum verzeichnen Rade (163, +12), Teschendorf (108, +11) und Vorhop (528, +10) und Lüben (114, +10). Die stärksten Rückgänge neben Wittingen haben Ohrdorf (389, -8) und Kakerbeck (128, -7).

VON HOLGER BODEN

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