Auf dem Weg nach Süden

Wittingen macht Pläne für neue Gewerbeflächen am Elbe-Seitenkanal

Der Bahnübergang bei Hahnenberg könnte künftig die Verbindung für Zufahrten zu einem nördlichen und einem südlichen Hafengebiet werden. Dafür müsste er freilich ausgebaut werden. Direkt bis an den Übergang reicht die geplante Erweiterungsfläche im Süden nicht heran.
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Der Bahnübergang bei Hahnenberg könnte künftig die Verbindung für Zufahrten zu einem nördlichen und einem südlichen Hafengebiet werden. Dafür müsste er freilich ausgebaut werden. Direkt bis an den Übergang reicht die geplante Erweiterungsfläche im Süden nicht heran.

Wittingen – Eine richtungsweisende Entscheidung für die Zukunft des Hafens hat der Wittinger Wirtschaftsausschuss in seiner jüngsten Sitzung angeschoben. Für die Erweiterung des Hafengebiets in südlicher Richtung soll ein Entwicklungskonzept auf den Weg gebracht werden. Dafür gab es ein einstimmiges Votum.

Nachgedacht wird über den Schritt nach Süden seit mindestens 12, 13 Jahren. Nun ist die Erkenntnis gereift, dass das zur Verfügung stehende Areal „bezugsfertig“ gemacht werden sollte, weil sonst nicht auf Anfragen von Unternehmen reagiert werden kann. „Es gibt Unternehmen mit Interesse“, sagte Stadtbürgermeister Andreas Ritter, „aber wir haben dort nichts entwickelt.“

Das Konzept soll nun der Aufstellung eines Bebauungsplans vorgeschaltet werden. Das verlängert freilich die Dauer der Planung, wird aber wegen diverser offener Fragen als notwendig erachtet. Einer der spannendsten Aspekte: Wie und wo soll die OHE-Strecke gequert werden, die künftig das südliche und das nördliche Hafen-Areal trennen wird?

„Die Querung wird ein Knackpunkt“, sagte Sabrina Puskeiler, Abteilungsleiterin für Stadtentwicklung. Möglicherweise lasse sich für diesen Zweck auch ein vorhandener Bahnübergang östlich des Hafengebietes ertüchtigen.

Damit ist der Übergang bei Hahnenberg an der Verbindungsstraße Wunderbüttel-Glüsingen gemeint. Laut Fachbereichsleiter Günter Kruse gibt es ohnehin Überlegungen, im Zuge der A 39-Flurbereinigung die Straße von dort direkt zur B 244 weiterzuführen.

Eine andere offene Frage: Soll die Erweiterung des Gewerbegebietes eigene Hafenanlagen bekommen? Und dann ist noch unklar, was aus einem dort vorhandenen Waldgebiet wird. Das gehörte früher dem Bund, war für die Stadt lange nicht zu erwerben, und ist deshalb nicht Teil des existierenden Flächennutzungsplans. Diesen F-Plan wolle man entsprechend ändern, sagte Kruse. Den Wald zugunsten einer Hafen-Nutzung zu entfernen, werde aber mit Blick auf die dafür nötigen Genehmigungen nicht ganz einfach. Verwaltungsseitig wurde betont, dass die Flächen im Süden nicht in Konkurrenz zur bereits vorgesehenen Ost-Erweiterung treten sollen. Doch die dort unweit der B 244 gelegenen Flächen werde man „perspektivisch nicht bekommen“, vermutete Ritter. Denkbar also, dass das südliche Areal schneller mit Leben gefüllt wird als das östliche. VON HOLGER BODEN

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