Gifhorner Kino wird saniert

Wittingen: Lichtspiele geschlossen

Aufgrund der Corona-Einschränkungen und des damit verbundenen Besucherausfalls bleibt das Wittinger Kino vorerst geschlossen.
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Das Wittinger Kino ist momentan geschlossen.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Wittingen/Gifhorn – Das Kino in Wittingen ist wegen Corona vorerst geschlossen, das Gifhorner Kino am Steinweg ist nur noch bis zum morgigen Mittwoch geöffnet und schließt dann ebenfalls fürs Erste seine Türen – dies alles bis zu dem Zeitpunkt, wenn die Einschränkungen womöglich wieder gelockert werden können. Die Gifhorner Einrichtung soll ab dem Frühjahr 2022 und bis zur Jahresmitte umfassend renoviert werden.

Inhaber Volker Schmid sagt zu dem anvisierten Zeitpunkt für die Renovierung, dass dieser so ausgewählt worden sei, um Ostern mit vielen starken Filmen noch abzuwarten. Die Schließung der beiden Einrichtungen wurde und werde jetzt notwendig, da zuletzt durch 2G und 2G-plus deutlich weniger Gäste kamen. Außerdem gelte die FFP2-Maskenpflicht inzwischen nicht nur bis zum, sondern auch am Sitzplatz. „Viele Menschen haben Angst und wollen jetzt nicht in Versammlungsstätten“, sagt Schmid. Zuletzt sei teils nur noch eine Handvoll Besucher an einem Wochenende gekommen – wenn überhaupt. Noch ein paar Kinder seien da gewesen, aber für deren Begleitpersonen werde das ganze Prozedere mit dem Erbringen von Nachweisen und Co. auch nicht einfacher, zudem müsse dies alles auch kontrolliert werden. Bis vor wenigen Wochen habe man die geltenden Regeln noch umsetzen können, mittlerweile mache die Öffnung wirtschaftlich keinen Sinn mehr. Dabei waren gerade der Matrix-Film „Ressurrections“ und „Spider-Man: No Way Home“ im Kino gestartet: In Gifhorn werden deren Aufführungen durch die vorübergehende Schließung gestoppt. Ende Januar, Anfang Februar werde die Situation vielleicht wieder besser, hofft Schmid. Die täglich neuen Meldungen in der Corona-Lage seien auch für Kinoinhaber eine Herausforderung. Erst sei es in Sachen Besucherzahlen noch ganz gut gelaufen, dann seien die Zahlen völlig in den Keller gegangen.

Nun soll der große Saal in Gifhorn renoviert werden und eine neue Bestuhlung bekommen. Bequemere Sitze mit mehr Beinfreiheit und Ablagemöglichkeiten, ein neuer Dolby-Atmos-Sound sowie ein größeres und besseres Bild sind vorgesehen. Auch das kulinarische Angebot soll ausgeweitet werden.

Was es für die Kino-Branche insgesamt nicht einfacher macht, ist laut Schmid, dass die Vermarktung der Filme inzwischen deutlich intensiver ist – vor allem durch das Streaminggeschäft. Die Filme seien dort mittlerweile viel eher zu sehen als früher, als es noch ein Jahr und länger dauerte, bis eine DVD zu einem Kinofilm zu kaufen war. Nun seien die Filme spätestens sechs Wochen nach dem Kinostart zum Streamen verfügbar.

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