Güterumschlagsmenge im Hafen gestiegen / Spitzenposition am Elbe-Seitenkanal

Wittingen auf Platz eins

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Wichtiger Wirtschaftsstandort in der Region: Auch dank des wachsenden Umschlags von Rundholz belegt der Wittinger Hafen bei den Schiffsgütermengen den ersten Platz am Elbe-Seitenkanal. Es folgen die Häfen in Uelzen und Lüneburg.

Wittingen. Der Wittinger Hafen hat seine Position als wichtiger Wirtschaftsstandort in der Region gefestigt. Bei der Menge der umgeschlagenen Schiffsgüter liegt er an erster Stelle der drei Häfen am Elbe-Seitenkanal, gefolgt von Uelzen und Lüneburg.

Ein Jahr zuvor hatte Wittingen noch Platz drei belegt (das IK berichtete). Das geht aus dem aktuellen Verkehrsbericht hervor, den die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Mitte jetzt veröffentlicht hat.

So wurden im vergangenen Jahr insgesamt 226 165 Tonnen Schiffsgüter in Wittingen umgeschlagen – ein Jahr zuvor waren es rund 184 000. Der Uelzener Hafen kam 2012 auf einen Güterumschlag von 220 431 Tonnen (Vorjahr: 230 000 Tonnen). Auf Rang drei folgte Lüneburg mit 163 430 Tonnen (Vorjahr: 194 000 Tonnen).

Eines unterscheidet Wittingen jedoch von den beiden anderen Häfen am Elbe-Seitenkanal: Die Versandmenge (38 743 Tonnen) ist im Vergleich zum Güterempfang (187 422 Tonnen) recht gering, auch wenn sich dieses Verhältnis gegenüber 2011 deutlich zugunsten des Versandes verbessert hat.

Die mit Abstand wichtigsten empfangenen Schiffsgüter sind Öl und flüssige Brennstoffe. „Beim Heizöl gab es gegenüber 2011 eine Steigerung um mehr als 11 500 Tonnen“, erklärt Günter Kruse, Leiter des Wirtschaftsamtes der Stadt Wittingen, auf IK-Anfrage. Einen spürbaren Anstieg habe es auch beim Empfang von Stückgut gegeben. Zudem erlebten Düngemittel leichte Zuwächse, während Zellulose und Holzhack geringe Verluste erlitten.

Beim Versand aus dem Wittinger Hafen liegen landwirtschaftliche Erzeugnisse, Nahrungs- und Futtermittel weit vorn. „Auffällig ist, dass der Versand von Getreide gegenüber dem Vorjahr um mehr als 9000 Tonnen gestiegen ist. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Braugerste“, sagt Kruse. Ein kräftiges Plus von über 19 000 Tonnen verzeichnete der Hafen auch beim Stückgut-Versand.

„Der Wittinger Hafen hat für die heimische Region eine große Bedeutung. Es gibt stetige Zuwächse bei den Umschlagszahlen“, bilanziert Kruse. Allerdings werde dort irgendwann die Kapazitätsgrenze erreicht. Als Perspektive ist deshalb eine Hafenerweiterung im Gespräch (das IK berichtete). „Auch 2013 werden wir diese hohen Umschlagszahlen wieder erreichen oder sogar übertreffen“, prognostiziert Kruse. Als Grund nennt er den zunehmenden Rundholz-Umschlag. „Das hängt mit der Abnahme durch heimische Firmen zusammen.“

Der Aufwärtstrend des Wittinger Hafens spiegelt die allgemeine Entwicklung des Elbe-Seitenkanals wider. Dort stieg der Güterumschlag im vorigen Jahr auf insgesamt etwa 610 000 Tonnen an. Zugleich wurde ein Schiffsverkehr von 8,154 Millionen Tonnen verzeichnet – 97 Millionen Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Nur in fünf Jahren seit 1990 gab es auf dem Kanal höhere Verkehrsmengen.

Auch Kai Römer, Sachbereichsleiter im Wasser- und Schifffahrtsamt Uelzen, zieht eine positive Bilanz des Güterumschlags in Wittingen: „Der Hafen entwickelt sich gut.“

Von Bernd Schossadowski

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