Sicherheit auf Umwegen

Wittingen: Beschluss für Ampel könnte neu aufgerollt werden

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Nach einer Tempomessung am Umweg kamen aus den Reihen von Eltern und Grünen Forderungen nach Verkehrsberuhigung an der Schule.

Wittingen – Im Juli hatten besorgte Eltern und Wittinger Grünen-Politiker auf die Verkehrssituation am Umweg aufmerksam gemacht – nun kommen Fragen nach der Umsetzung der geplanten Verkehrsberuhigung.

Im Verkehrsausschuss am Mittwochabend stand das Thema nicht auf der Tagesordnung, ein Beschluss war deshalb nicht möglich. Doch Ralf Beyer (Grüne) wollte wissen: „Wann wird der Verkehrsausschuss über Art und Umfang der Maßnahme beraten? Und wann wird sie umgesetzt?“.

Dass es bei der Sache inzwischen einen kleinen Haken gibt, erläuterte Stadtbürgermeister Andreas Ritter: Die verkehrsberuhigenden Maßnahmen seien 2019 zwar politisch gewollt gewesen, aber auch mit dem Umbau der Bushaltestelle am Umweg verknüpft worden. Und die werde nun nicht mehr 2020 an die Reihe kommen, sondern erst 2021, nachdem der Wirtschaftsausschuss sich im Januar für eine neue Prioritätenliste bei den Bushaltestellen entschieden hat.

Ritter sagte aber auch: „Beides, die Bushaltestelle und die Verkehrsberuhigung, hat miteinander eigentlich nichts zu tun – eine Ampel kann man auch so aufstellen. Man sollte noch einmal über die verkehrsberuhigenden Maßnahmen nachdenken.“

Von den Grünen kam am Donnerstag bereits ein Antrag, der nun genau so etwas fordert: Die Verkehrssituation solle losgelöst von der Haltestelle betrachtet werden, und die Umsetzung verkehrsberuhigender Maßnahmen solle noch 2020 erfolgen. Geld dafür solle außerplanmäßig bereitgestellt werden.

„Das hätte längst in den Verkehrsausschuss gehört“, sagte Grünen-Sprecher Christian Schroeder. „Wir fragen immer wieder nach, aber es kommt einfach nicht auf die Tagesordnung. Ich erwarte, dass daran gearbeitet wird.“ An den Wirtschaftsausschuss gehe kein Vorwurf, dort seien die Implikationen der Haltestellen-Neubewertung vermutlich einfach nicht bemerkt worden.

Elternsprecherin Frauke Schünhoff betonte gestern gegenüber dem IK, dass die Eltern nun mit Nachdruck Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit fordern.

VON HOLGER BODEN

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