Stadt baut Kataster auf – aber nicht jeder Besitzer ist interessiert

Wittingen: 30 Baulücken wären zu haben

Wer findet die Baulücke? Die Stadt setzt auf freiwillige Rückmeldungen, doch viele Bürger halten sich da zurück.
+
Wer findet die Baulücke? Die Stadt setzt auf freiwillige Rückmeldungen, doch viele Bürger halten sich da zurück.

Wittingen – Wo lässt sich noch Innenentwicklung betreiben? Diese Frage treibt die städtische Politik seit Jahren um, vor allem die FWG hatte immer wieder auf die Erstellung eines Katasters gedrungen.

Nun gibt es erste Ergebnisse: Von 590 existierenden Baulücken stehen nur 30 zum Verkauf. Allerdings haben sich viele Besitzer auch gar nicht auf die entsprechende Anfrage der Stadtverwaltung zurückgemeldet.

Günter Kruse, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung, erläuterte dem Wirtschaftsausschuss kürzlich die bisher vorliegenden Zahlen. Demnach wurden letztes Jahr über 400 Grundstückseigentümer angeschrieben. Da 590 Baulücken identifiziert sind, liegt nahe, dass manche Besitzer mehrere solcher Parzellen ihr Eigen nennen. Die Stadt bekam aber nur 156 Rückmeldungen. 30 Baulücken würden im Moment veräußert werden. 35 weitere würden „unter bestimmten Umständen“ zur Verfügung stehen – nur teilweise, oder in einigen Jahren –, hieß es in der Vorlage für den Ausschuss.

Neben der Erfassung der Baulücken hat die Stadt Wittingen auch mit dem Aufbau eines Leerstandskatasters begonnen. In beiden Fällen ist die Mitwirkung der Eigentümer freiwillig. Bei der Erhebung zu den Leerständen hat das Rathaus laut Kruse „kaum Rückmeldungen“ bekommen. In einem ersten Schritt hat man die gewerblichen Leerstände in der Innenstadt erfasst, künftig sollen auch andere leerstehende Gebäude dokumentiert werden – nicht nur im Kernort Wittingen, sondern auch in den Ortschaften. Die Stadt setzt dabei auf Kenntnisse von Ortsvorstehern und Ortsräten.

Ob die beiden Kataster einmal öffentlich zur Verfügung gestellt werden, ist noch unklar. Die Stadtverwaltung verwies in der Ausschusssitzung auf Aspekte des Datenschutzes. VON HOLGER BODEN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare