„Wir müssen flexibel sein“

Mit der Gründung einer gGmbH befassten sich die Mitglieder des Kuratoriums.
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Mit der Gründung einer gGmbH befassten sich die Mitglieder des Kuratoriums.

Gifhorn. Eigentlich trifft sich das Kuratorium für die Museen im Landkreis Gifhorn im Herbst zu seiner Sitzung. Diesmal war das Gremium weit früher dran. „Wir haben ein aktuelles Thema“, sagte Irene Siemann, Leiterin des Fachbereichsleiter Bildung, Schule und Kultur des Landkreises Gifhorn. Von Benjamin Post

Die Gründung einer gemeinnützigen Bildungs- und Kultur-GmbH steht im Raum und soll, wenn alles passt, in der Kreistagssitzung am 24. Juni beschlossen werden. Bis dahin gilt es aber noch viele Fragen zu klären. Das wurde bei der Sitzung des Kuratoriums mit Kreistagsabgeordneten und den Vorsitzenden der Museum- und des Fördervereins im Schloss Gifhorn deutlich. „Wir sind noch im Prozess“, sagte Siemann vor der Tagung. Der wird auch weiter andauern.

Für Landrätin Marion Lau ist die gGmbH keine Frage. „Wir möchten mehr Beweglichkeit, wollen, dass unsere Museen auch flexibel agieren können“, plädiert Lau für das neue Konstrukt. Dem Hankensbütteler Kreistagsabgeordneten Peter Dietz (Bündnis 90/Die Grünen ) fehlt dagegen ein „konkretes Papier.“ Ein großer Bedenkenträger ist auch der Vorsitzende des Erich-Weniger-Fördervereins, Gero Wangerin. „Warum jetzt dieser Schritt zu dieser gGmbH?“, fragte er.

Er befürchtet zudem „Einsparungen an Arbeitskräften“ bei der gemeinnützigen Gesellschaft, außerdem hat er haftungs- und steuerrechtliche Fragen. „Was passiert zukünftig mit Projekten?“, fragte Antje Präger, Vorsitzende des Museums- und Heimatvereins Gifhorn. „Die Fragen zeigen: Wir wollen mitarbeiten“, fügte Präger hinzu.

Lau hingegen sieht mehr Vorteile nach der Gründung einer gGmbH. „Wir müssen unabhängig von Kreistagsbeschlüssen sein“, so die Landrätin, die unterstrich: „Wir müssen flexibel sein.“ Ihre persönliche Referentin Evelyn Wißmann wies darüber hinaus auf „größte Synergieeffekte“ im Museen- und Bildungsbereich hin. Sie empfahl die „Klärung bedeutender Punkte sukzessive abzuarbeiten.“

Nun soll zusammengearbeitet werden. „Wir setzen uns zusammen und arbeiten die Punkte ab“, lautete ihr Vorschlag. Bis zur Ausschusssitzung am 20. Mai und spätestens bis zum 24. Juni soll es dann Antworten auf die (vielen) Fragen geben.

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