Monatswetter: Es schneit und wird kalt / Januar war besonders nass, mild und trüb

Der Winter nimmt Fahrt auf

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Frost bis zu minus zehn Grad kommt in den nächsten Tagen auf die Region zu. Dann wird es wieder wärmer, prognostiziert IK-Wetterexperte Reinhard Zakrzewski.

Isenhagener Land. Väterchen Frost will es tatsächlich noch einmal wissen. Das erste Mal in diesem Winter wird aus Skandinavien richtig kalte Luft angezapft. Sie macht sich in der kommende Woche in ganz Deutschland breit, kommt zur Ruhe und kühlt sich dabei weiter ab.

Auf ihrem Weg über die Ostsee wird die Luft in den unteren Schichten erwärmt, sodass wir anfangs nicht allzu sehr zittern müssen.

In den nächsten Tagen schneit es bei wenigen Plusgraden zeit- und gebietsweise. Größere Mengen sind aber nicht zu erwarten. Trotzdem ist vor allem am Morgen mit Glätte zu rechnen. Anschließend setzt sich unter der Regie eines Hochs ruhiges, trockenes und zunehmend sonniges Winterwetter durch. Bis zum Start in den Straßenkarneval am Donnerstag werden zwischen Aller und Elbe Tagestemperaturen um den Gefrierpunkt gemessen, in den Nächten – je nach Bewölkung oder Nebel – zwischen minus 2 und minus 8 Grad. In ungünstigen Lagen muss sogar mit strengem Frost unter minus 10 Grad gerechnet werden. Ob sich die trockenkalte Witterung bis zum nächsten Wochenende hält oder atlantische Wetterfronten den „Jecken“ nasskalte Karnevalstage bescheren, lässt sich noch nicht sagen.

Trüb, nass, stürmisch und äußerst mild präsentierte sich der Januar im Isenhagener Land. Ursache war eine fast ununterbrochene Kette atlantischer Tiefdruckgebiete. Schon in den ersten vier Tagen brachten sie Wittingen mehr als die Hälfte der normalen Monatsniederschläge von 61 Litern pro Quadratmeter. Entsprechend herrschte an kleinen Füssen, auf Wiesen und Feldern blitzschnell „Land unter“. Gut, dass dann Hoch „Adam“ kam. Durch seine Position über Nordosteuropa sorgte es in der zweiten Januarwoche für ein paar trockene Tage und frostig kalte Nächte aus Osten. Doch schon zur Monatsmitte schlug die feuchte Atlantikklatsche wieder zu und mit ihr am 18. Januar das Orkantief „Friederike“. Sein windschwaches Zentrum zog direkt über den Raum Hamburg hinweg, sodass das Sturm- und Orkanfeld hauptsächlich den Mittelgebirgsraum traf. Wittingen meldete immerhin eine Spitzenböe der Stärke neun (77 km/h). Letztes Highlight im mildesten Januar seit 2008 war ein Schub Frühlingsluft von den Azoren am 24. Januar. Höchstwerte von knapp zwölf Grad ließen die alten Tagesrekorde nur so purzeln.

Von Reinhard Zakrzweski

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