Dazu Kita, Schule, Feuerwehr und vieles mehr: Stadt Wittingen hat 2018 gut gefüllte Agenda

Windkraft, Hafen, Bahnhof

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Bei der Windkraft im Wittinger Stadtgebiet – hier eins der bestehenden Windräder bei Suderwittingen – soll es dieses Jahr mit neuen Flächen weitergehen.

Wittingen. „Das Jahr fängt gut an“, findet Wittingens Stadtbürgermeister Karl Ridder – und spielt damit auf die erfolgte Schaffung neuer Kita-Kapazitäten an, die in Wittingen (seit 15. Januar) und Knesebeck (ab 1. Februar) für drei Jahre zur Verfügung stehen.

Die Suche nach Langzeit-Lösungen wird dieses Jahr die Wittinger Stadtpolitik beschäftigen – geprüft wird unter anderem der Erwerb weiterer Immobilien für kommunale Zwecke wie Kita, Bauhof, Feuerwehr und anderes. Darüber hinaus stehen viele weitere wichtige Themen auf der Rathaus-Agenda für 2018. Worum es im Einzelnen gehen wird, das erläutert Ridder im IK-Gespräch.

• Schönere Straßen und Orte: Für Wittingen wird Mitte des Jahres der Bescheid zur Städtebauförderung erwartet – ein auf zehn Jahre ausgelegtes 5-Millionen-Euro-Projekt mit einer erhofften Zwei-Drittel-Förderung, von dem in einem festgelegten Innenstadt-Bereich Privatleute wie auch die Kommune selbst profitieren sollen. Für Knesebeck mit seinen Nachbarorten Hagen, Mahnburg, Eutzen, Wunderbüttel und Vorhop soll zum 1. August die Anmeldung für das Dorferneuerungsprogramm erfolgen. Dafür wird es laut Ridder Gesprächsrunden in den Orten geben. Für die Bereiche Lüben/Stöcken/Gannerwinkel, Teschendorf/Schneflingen/Küstorf und Glüsingen/Darrigsdorf/Wollerstorf geht derweil die Dorferneuerung noch weiter – Verlängerung bis 2019.

• Feuerwehr: 2018 soll das Jahr werden, in dem in Erpensen endlich gebaut wird. Für das neue Gerätehaus stehe „alles auf Grün“, sagt Ridder, die Submission sei für Anfang Februar geplant. Derweil muss für den geplanten Neubau des Feuerwehrhauses in Knesebeck noch ein Grundstück her – und die Politik dürfte sich zudem mit dem Anbaubedarf in Rade und dem Sanierungsbedarf in Wittingen befassen. Für Hagen-Mahnburg rollt dieses Jahr ein neues TSF an, für Vorhop ein TLF.

• Brandschutz an Schulen: Die schon seit längerem ins Auge gefassten Brandschutzkonzepte für die Grundschulen in Wittingen und Knesebeck müssen nach wie vor noch auf den Weg gebracht werden. Sozusagen als Sofortmaßnahme soll die Knesebecker Turnhalle vorweg schon mal die dringend benötigte Fluchttreppe bekommen (das IK berichtete).

• Ganztagsschule: Die politisch gewollte Verwirklichung von Ganztagsschule in Knesebeck und Radenbeck setze „ein pädagogisches Konzept und die Mitarbeit der Schulen“ voraus, sagt Ridder. Ansonsten, so das Stadtoberhaupt, könne man die dafür benötigten Gelder auch sparen und nach den aktuellen Konzepten weiter verfahren.

• Windkraft: Im Mai soll beim Regionalverband der Satzungsbeschluss zur Raumordnung gefasst werden – dann weiß man in Wittingen mehr über neue Standorte. In der Zwischenzeit wird im Rathaus ein Entwurf des städtebaulichen Vertrags erwartet, den die Projektierer zur künftigen Zusammenarbeit vorlegen sollen.

• Hafen: Das Gewerbegebiet soll in östliche Richtung wachsen. 2018 wird es laut Ridder zunächst um weitere Gespräche über den Grunderwerb gehen.

Am Bahnhof wird nach dem Bahnsteig nun auch das Umfeld saniert.

• Bahnhof: Die Stadt nimmt den ersten Bauabschnitt der Bahnhofsumfeld-Modernisierung in Angriff – ein 600 000-Euro-Vorhaben.

• Baugebiete: Die Politik ruft längst danach – in Wittingen und Knesebeck sollen neue Flächen erschlossen werden. „In beiden Orten ist man an der Sache dran“, sagt Ridder.

• Lichter: Die Umrüstung der Straßenlampen auf LED geht weiter.

• Personal: Laut Ridder hatte (und hat) die Verwaltung zuletzt mehrere – auch längerfristige – Ausfälle wegen Krankheit zu verkraften. Das sei „nicht ohne Weiteres zu kompensieren“, das Rathaus sei aber handlungsfähig. Pech für das Bauamt, dass der Tiefbau mit einer Kraft verstärkt wird, gleichzeitig aber ein anderer Mitarbeiter die Abteilung verlässt. Ridder will generell nicht ausschließen, dass angesichts der Personal- und Aufgabensituation über weitere Verstärkungen nachgedacht werden sollte.

Von Holger Boden

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