Helios-Klinik stellt Dr. Michael Liebetrau als neuen Leiter der Inneren Medizin vor

Wieder Chef-Internist für Wittingen

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Geschäftsführer Dr. Osman Mersinli (l.) mit dem zukünftigen Chef-Internisten Dr. Michael Liebetrau.

Wittingen. Für Geschäftsführer Dr. Osman Mersinli ist es „der erste gordische Knoten“, der nach seinem Amtsantritt durchschlagen worden ist: Die Wittinger Helios-Klinik hat einen neuen Chef-Internisten.

Mersinli und Helios-Regionalgeschäftsführer Reiner Micholka stellten Dr. Michael Liebetrau am Montagnachmittag vor. Seinen Dienst in Wittingen soll der 57-Jährige am 1. Februar aufnehmen.

Die Führungsetage des Krankenhauses verspricht sich von dem erfahrenen Internisten nicht nur „gute Medizin“. Der neue Chefarzt der „Inneren“ soll auch ein Anker im Personalgefüge der Wittinger Klinik sein. Denn die „Herausforderung“ – so formuliert es auch Liebetrau – ist klar: In Zeiten, in denen es nicht leichter wird, Mediziner aufs Land zu holen, muss auch das Wittinger Krankenhaus erfinderisch sein, um guten Nachwuchs zu gewinnen.

„Das wird eine meiner Aufgaben sein“, sagt Liebetrau. Helfen soll dabei auch ein strukturiertes Fort- und Weiterbildungskonzept, bei dem die Wittinger Helios-Klinik mit dem Nachbarhaus in Gifhorn zusammenarbeiten will. „Junge Mitarbeiter möchten gern viel lernen“, weiß Liebetrau. „Das können sie hier. Und sie können sich hier Zeit für ihre Patienten nehmen.“

Im Assistentenbereich sei eine gewisse Rotation dabei unvermeidlich, sagt Liebetrau, das sei aber in jeder Klinik so. Mersinli betont denn auch, dass daneben auch „feste Größen“ etabliert werden sollen. In der Inneren Medizin wolle man drei bis vier Planstellen besetzen – weg vom zuletzt praktizierten System der Honorarärzte, das ohnehin teurer ist, und hin zu einer Stamm-Mannschaft, die der Abteilung ein Gesicht gibt. Ärztlicher Direktor des Hauses bleibt der Chefarzt der Chirurgie, Uwe Schaper. Liebetrau, der eine kardiologische Schwerpunktsetzung mitbringt, kommt aus der Helios-Klinik im thüringischen Blankenhain, wo er die letzten 23 Jahre tätig war. In dem 146-Betten-Haus hat er die Innere Medizin geleitet und auch Gastroenterologie praktiziert. Micholka hatte ihn gefragt, ob er sich die neue Aufgabe in Wittingen vorstellen könne. Für Geschäftsführer Mersinli ist Liebetrau „ein Glücksfall für Wittingen“. Mit medizinischer Qualität wolle man bei Bürgern wie auch bei den niedergelassenen Ärzten für die Klinik werben und die Belegungszahlen steigern. Für viele Anliegen müsse man als Patient aus dem Nordkreis eben nicht 30 Kilometer oder mehr fahren, betont auch Micholka: „Das Krankenhaus hat hier seine Berechtigung.“

Von Holger Boden

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