„Wettrennen mit Knesebeck“

Start der Baumaßnahme mit dem Spatenstich: Architekt Bernd Bühring (v.l.), Landrätin Marion Lau, Bürgermeister Manfred Birth, Matthias Nerlich, Rettungsdienstleiter Burkhard Otte und Alexander Michel gestern auf dem Gesundheitscampus.
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Start der Baumaßnahme mit dem Spatenstich: Architekt Bernd Bühring (v.l.), Landrätin Marion Lau, Bürgermeister Manfred Birth, Matthias Nerlich, Rettungsdienstleiter Burkhard Otte und Alexander Michel gestern auf dem Gesundheitscampus.

Gifhorn. „Eigentlich wollten wir schon viel weiter sein“, erklärte der DRK-Kreisvorsitzende Matthias Nerlich gestern zum Spatenstich für die neue DRK-Rettungswache auf dem Sozial- und Gesundheitscampus an der B 188. Doch wenn das Wetter so schön bleibt, dann kann das Gebäude voraussichtlich im November oder Dezember Richtfest feiern und im Frühjahr 2011 fertiggestellt sein. Von Burkhard Ohse

Damit rücken die Rettungsfahrzeuge ein wenig näher an den Nordkreis heran, der auch von einer zusätzlichen Anbindung der Rettungswache an die B 4 über die neue Bruno-Kuhn-Straße weiter profitieren wird. Somit werden im Einsatz wichtige Minuten gespart, der bislang im Weilandmoor startete.

Aufgrund des neuen Rettungsdienstbedarfsplans des Landkreises mit vorgeschriebenen Einsatzzeiten, die vom alten Standort aus nicht mehr zu realisieren waren, sei der Neubau nötig geworden, erklärte Nerlich gestern Morgen vor den Gästen, vor allem Mitarbeitern des Rettungsdienstes, Vertretern aus Politik und Verwaltung und benachbarten Einrichtungen, dem Klinikum und der Diakonie.

Gerade zu den beiden Einrichtungen, die gerade Neubauten auf dem Gelände errichten lassen, passe die Rettungswache hervorragend. Denn außer der günstigen Verkehrsanbindung gibt es kurze Wege zum neuen Krankenhaus und zu den Notärzten. „Auch innerhalb des Gebäudes, in dessen Planung die Rettungsdienstmitarbeiter eingebunden waren, gibt es kurze Wege“, erklärte Architekt Bernd Bühring. „Das Gebäude wird anders aussehen als sonstige Rettungswachen, es ist sehr kompakt und auf dem neuestem Stand“, sagte er.

„Nun beginnt das Wettrennen mit der Rettungswache in Knesebeck, wer zuerst das Richtfest feiert“, wies DRK-Geschäftsführer Alexander Michel darauf hin, dass zur Inbetriebnahme im Frühjahr auch die Zufahrtsstraßen fertig sein sollen. Die Ampelanlage an der B 188 ermögliche auch eine Freischaltung, doch werde man es zunächst ohne dieses Hilfsmittel versuchen.

1,5 Millionen Euro investiere das DRK in den Neubau, der optimale Arbeitsbedingungen biete, sagte Michel. Das Erscheinungsbild, vor allem das Dach wird ähnlich dem der Rettungswache in Knesebeck sein, für die der Spatenstich jüngst erfolgte (das IK berichtete).

Der alte Standort im Weilandmoor in Gifhorn wird trotz des Neubaus nicht geschlossen. Hier werden die Ersatzfahrzeuge stehen, die vor allem im Katastrophenfall mit Ehrenamtlichen zum Einsatz kommen, erklärte er.

Zufrieden zeigte sich auch Landrätin Marion Lau. „Nach zwei Jahren Provisorium haben wir die optimale Stelle für die Rettungswache gefunden. Damit können wir den Bürgern die Sicherheit geben, dass wir noch schneller da sind, spätestens in 15 Minuten an jedem Ort im Landkreis“, lobte sie den „ganz wichtigen Partner DRK“.

Am neuen Standort werden zwei Rettungsfahrzeuge, drei Mehrzweckfahrzeuge, drei Krankentransportwagen und ein Baby-Intensivmobil täglich 24 Stunden für den Notfall bereit stehen.

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