DWD meldet maximalen Warnwert / IK-Wetterexperte: Frühjahr bislang viel zu trocken, kaum Regen in Sicht

Wetterdienst: Höchste Waldbrandgefahr für Wittingen

Eine brennende Kippe kann reichen: Derzeit ist in den Wäldern Vorsicht geboten. Foto: Archiv

bo Isenhagener Land. Ein viel zu trockenes Frühjahr beschert dem Isenhagener Land wieder extreme Waldbrandgefahr. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat gestern für den Wittinger Raum Gefahrenstufe fünf ausgerufen.

Dieser höchste Warnwert („sehr hohe Gefahr“) gilt auch schon im Bereich Celle/Faßberg, im Wendland sowie in großen Teilen der neuen Bundesländer. Im übrigen Gebiet des Landkreises Gifhorn gelten noch die Werte 3 oder 4.

Der DWD arbeitet mit einem Waldbrandgefahrenindex (WBI), der das meteorologische Potenzial für die Gefährdung eines Waldes durch Brand beziffert. Die Berechnung erfolgt anhand von Parametern wie Lufttemperatur, relative Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit, Niederschlagsrate sowie kurz- und langwellige Strahlung der Atmosphäre. Für Wittingen werden die Messungen der Wetterstation Vorhop herangezogen. Der WBI ist nicht identisch mit der Waldbrandwarnstufe, die von örtlichen Behörden festgelegt wird.

Nach Angaben des IK-Wetterexperten Reinhard Zakrzewski steht das Isenhagener Land einmal mehr am Ende eines äußerst trockenen Frühjahrs – sehr zum Verdruss der Landwirte. Im Mai sei nicht mehr als ein Drittel des Monatssolls gefallen, statt der durchschnittlichen 51 Liter/Quadratmeter waren es bisher nur 15 Liter. Bis Ende der Woche sei, abgesehen von möglichen lokalen Gewittern, kein Regen in Sicht.

Der April, so „Zaki“, sei in Sachen Niederschlag „recht normal“ gewesen, der März mit nur 22 Prozent der üblichen Menge viel zu trocken. Seit 2008 seien trockene Frühjahre inzwischen Gewohnheit. Zakrzewski: „Jetzt muss mal was kommen.“

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