„Jambo!“: Schüler der Grundschule töpfern, basteln Masken und lernen Tänze und Spiele

Ein wenig Afrika in Knesebeck

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Die Kinder der Knesebecker Grundschule konnten sich beim Trommeln versuchen: Am Ende gab es ein großes „Trommelzauber-Mitmach-Konzert“. 

Knesebeck. „Jambo!“ So begrüßten Schüler und Lehrkräfte einander während einer Projektwoche, die dieses Mal den Kontinent Afrika zum Thema hatte. In jahrgangsgemischten Gruppen besuchten die Kinder sechs von zehn verschiedenen Kursangeboten.

So bekamen sie unter anderem die Möglichkeit, afrikanische Gefäße zu töpfern, Speisen zuzubereiten und zu kosten, typische Halsreifen und Masken und ausdrucksstarke Bilder herzustellen, Spiele und Tänze zu erproben, Märchen und Sagen kennenzulernen sowie selber welche zu verfassen. Außerdem konnten sie Informationen und Eindrücke über die Tierwelt erhalten und eine Power-Point-Präsentation zu einigen afrikanischen Länder erstellen.

Gemeinsam wurden heimische und afrikanische Speisen zubereitet und von den Gästen begeistert probiert.

„Karibu“: „Herzlich willkommen“, hieß es dann für die zahlreichen Besucher des abschließenden Schulfestes. Präsentiert wurden sämtliche Arbeitsergebnisse der vorherigen Projekttage. Bei Kaffee und Kuchen, aber auch original afrikanischen kulinarischen Kostproben, die von einigen neuen Knesebecker Mitbürgern von der afrikanischen Elfenbeinküste frisch gekocht und angeboten wurden, kam man ins Gespräch.

Viele erwarben gegen eine Spende Halsketten, Rucksäcke, Laptoptaschen und unterstützten dadurch mit insgesamt 298 Euro das Witwenprojekt in Butiru, Uganda.

Absoluter Höhepunkt und krönender Abschluss war dann das „Trommelzauber-Mitmach-Konzert“. Alle Schulkinder gaben für die Besucher in der Sporthalle ein Konzert, zu dem nur Hände, Stimme und für jeden eine Djembe nötig waren. Der aus Nigeria stammende Trommelzauber-Coach Leo Omorodin hatte allen Schülern am Vormittag Trommelunterricht erteilt. Auch die Gäste waren zum Mitmachen eingeladen. Mit purer Lebensfreude wurde getrommelt, getanzt und gesungen.

Die Einnahmen aus dem Buffet und Spenden dienen einem guten Zweck. Sie sollen die junge Witwe Moning aus Butiru/Uganda unterstützen. Die alleinerziehende Mutter von fünf Kindern benötigt das Geld für ein neues Hausdach, nachdem das letzte bei einem Unwetter zerstört worden ist. Viele Gegenstände des Hausrates sind nicht mehr zu nutzen.

Nicht nur Besucher des Schulfestes, sondern auch viele Schulkinder zeigten sich betroffen und äußerst spendenbereit. So übergab Luca aus einer vierten Klasse der Schulleiterin Gudrun Eckermann einen Euro mit den Worten: „Eigentlich wollte ich mir davon etwas kaufen, aber jetzt spende ich das Geld lieber für die Afrikanerin.“ Durch die Spenden kamen an dem Tag 522,40 Euro zusammen. Doch eine Knesebeckerin war so bewegt, dass sie am darauffolgenden Morgen 150 Euro zusätzlich als Spende abgab. Für die Witwe „Moning“ heißt das: Neuanfang. Drei ehrenamtliche Helferinnen aus der Region sind nun nach Butiru gereist, und werden die Hilfsmaßnahmen prüfen und in Fotos und im Video dokumentieren.

„Es ist berührend, so viel Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft zu erfahren. Wir sind Kinder einer Welt, dieser einen Welt. Das ist der Titel eines Liedes, das heute gesungen und gelebt wurde. Asante Sana – herzlichen Dank an alle!“, freut sich Schulleiterin Gudrun Eckermann.

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