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Weltkindertag in Wittingen: Das Recht, eigene Rechte zu kennen

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Von: Pascal Patrick Pfaff

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Die Organisatoren des Weltkindertags auf dem Wittinger Marktplatz: Jugendlichen mit Helene Rausch und Sandra Grahn, dazu Johanna Heigel vom Café Zeitlos.
Stehen in der ersten Reihe: Die Jugendlichen organisierten den Weltkindertag. Helene Rausch (h.v.l.), Johanna Heigel vom Café Zeitlos und Sandra Grahn gefällt’s. © Pfaff, Pascal Patrick

Wittingen – Der Wittinger Marktplatz stand gestern ganz im Zeichen des Weltkindertags, der in Deutschland traditionell am 20. September begangen wird. Unter dem Motto „Kleine und große Hände für Kinderrechte“ hatte die Wittinger Jugendförderung dafür gesorgt, dass sich Passanten grundlegend über die Rechte von Kindern informieren können – und das unter tatkräftiger Unterstützung vieler Kinder und Jugendlicher.

Sie seien nämlich dafür verantwortlich, dass es auf dem Marktplatz Spielstationen zum Thema „Kinderrechte“ gibt, wie Sandra Grahn von der Jugendförderung sagt. „Sie haben sich das ausgedacht. Wer hieran teilnimmt, erfährt aber nicht nur etwas über die Kinderrechte, sondern sammelt auch Punkte für unsere Verlosung.“ Kuscheltiere, Spielzeugautos, Abenteuerbücher oder Gutscheine für die Eisdiele: All dies und noch mehr konnten sich diejenigen abholen, die an den Stationen erfolgreich waren.

Und dies waren deren sieben. Kinder und Erwachsene lernten hier über das Recht auf Gesundheit, Privatsphäre und Bildung. Auch über den Anspruch Heranwachsender auf gewaltfreie Erziehung, Beteiligung/freie Meinungsäußerung sowie über das Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung wurde informiert. Und ja: Natürlich auch über das Recht, die eigenen Rechte zu kennen.

Dass die Thematik auch die Erwachsenen erreicht, ist für Helene Rausch sehr wichtig. Die Abteilungsleiterin Bildung und Generationen bei der Stadt Wittingen weiß nämlich, „dass die Rechte in vielen Ländern nicht umgesetzt werden.“ In der Stadt Wittingen solle es in eine andere Richtung gehen. Und die könne sogar mit dem Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ versehen werden, wie Rausch betont. Zwar habe die Stadt diese Auszeichnung noch nicht, sei aber auf dem Weg dorthin. Es sei der für das Siegel namensgebende Verein, der darüber befindet. Und in dessen Entscheidung wird laut Rausch auch das Handeln der Stadt einfließen. „Wenn Spielplätze geplant werden, sollen auch Kinder beteiligt werden. Auch bezüglich Innenstadtgestaltung werden Kinder nach ihrer Einschätzung zu Gefahrenpunkten im Straßenverkehr befragt.“

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