Stadt schließt alle öffentlichen Einrichtungen

Die Welle erreicht Wittingen

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Auch das Knesebecker Hallenbad ist betroffen: Die Stadt Wittingen schließt alle öffentlichen Gebäude, um die Corona-Verbreitung einzudämmen.

Wittingen – Die Stadt Wittingen hat gestern einen umfangreichen Maßnahmenkatalog beschlossen, mit dem die Ausbreitung des Corona-Virus reduziert werden soll. Dabei geht es vor allem um die größtmögliche Vermeidung von Kontakten.

Das Rathaus betont, dass es sich um Vorsichtsmaßnahmen handele – ein Corona-Fall im Stadtgebiet sei nicht bestätigt.

Bis einschließlich 19. April bleiben alle öffentlichen Gebäude geschlossen. Das betrifft Schulen und Kindertagesstätten ebenso wie Sporthallen, Jugendtreffs und Dorfgemeinschaftshäuser sowie die Stadthalle, die Bücherei und die Knesebecker Schwimmhalle.

Die Notbetreuung in den Schulen und Kitas ist nach Angaben der Stadt sichergestellt. Wer dazu Fragen hat, soll sich an die betreffende Schule wenden. Ansprechpartnerin für die Kitas ist Stefanie Pagel-Bosker, (0170) 7061382, stefanie.pagel-bosker@evlka.de.

Die Stadt hat auch das Osterferienprogramm der Jugendförderung abgesagt – sowie sämtliche Osterfeuer. „Erteilte Genehmigungen werden widerrufen“, heißt es dazu seit gestern in einer Bekanntmachung auf der Homepage der Stadt. Auch die Anlieferung von Baum- und Strauchschnitt auf den Sammelplätzen ist deshalb untersagt.

Die Feuerwehren sind von der Stadtverwaltung angewiesen worden, ihren internen Dienstbetrieb – Übungsdienste, Versammlungen etc. – bis zum 19. April einzustellen. Die personelle Einsatzfähigkeit soll sichergestellt werden.

Bis zum 19. April bleibt auch das Rathaus für die Öffentlichkeit geschlossen. Bürger können die Mitarbeiter der Verwaltung aber wie gewohnt telefonisch erreichen (Zentrale: 05831-260).

Die Stadt rät auch dazu, standesamtliche Eheschließungen zu verschieben. Wenn das kurzfristig nicht gehe, dann solle der Teilnehmerkreis im Trauzimmer auf Brautpaar und Trauzeugen beschränkt werden.

Alle kommunalen Veranstaltungen – Arbeitskreise, Info-Veranstaltungen, politische Sitzungen – finden bis auf Weiteres nicht statt. Für den Donnerstag dieser Woche war eine Sitzung des Stadtrats anberaumt. Für Akteneinsicht im Zuge von Bauleitplanverfahren sind Terminabsprachen nötig.

Auf die persönliche Gratulation von Vertretern der Stadt bei Ehe- und Altersjubiläen werde „bis auf Weiteres verzichtet“, hieß es. Die Stadt rät auch, auf private Versammlungen oder Veranstaltungen zu verzichten.

„Diese Maßnahmen bedeuten einen erheblichen Einschnitt in unser gesellschaftliches Leben“, erklärt Stadtbürgermeister Andreas Ritter, „sie sind jedoch erforderlich, um die Gesundheit aller Einwohnerinnen und Einwohner zu schützen.“ Ritter bittet alle Wittinger „um ein hohes Maß an Rücksichtnahme, Solidarität und Zusammenhalt“.

VON HOLGER BODEN

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