Ministerinnen-Lob für Haus der kleinen Forscher im Landkreis Gifhorn

Weit über dem Durchschnitt

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Kleine Forscher sind gesucht – und im Landkreis Gifhorn werden viele gefunden.

Knesebeck. Ritterschlag für das „Haus der kleinen Forscher“ im Landkreis Gifhorn: Bei einem Besuch in der Knesebecker Butting-Akademie lobte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka gestern die Arbeit des lokalen Netzwerks.

„Sie können richtig stolz sein“, sagte die CDU-Politikerin mit Blick auf die Zahl der Kindergärten, die mit dem Netzwerk zusammenarbeiten. „Dass fast 100 Prozent erreicht werden, das ist die Ausnahme. “.

Das Netzwerk und seine Unterstützer: Hausherr Hermann Butting (vorn, 2.v.r.) begrüßte gestern Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (vorn, M.) in der „Burg“ in Knesebeck.

Für das Bildungsministerium ist die vom Haus der kleinen Forscher geförderte Heranführung kleiner Kinder an naturwissenschaftliche und technische Fragen ein wichtiger Baustein bei den Bemühungen um mehr Nachwuchs in entsprechenden Ausbildungsgängen und Studienfächern. „Wir haben viel unternommen, und wir haben messbare Effekte“, sagte Wanka – unter anderem gebe es inzwischen wieder mehr Studenten in den so genannten MINT-Fächern. Gleichwohl bleibe noch viel zu tun.

Die Quote „kleiner Forscher“ im Landkreis ist überdurchschnittlich, im Landes- wie auch im Bundesvergleich. Das Gifhorner Netzwerk, dessen Fäden bei der Koordinatorin Tanja Dreyer von der Butting-Akademie zusammenlaufen, zählt 81 von 88 Kitas im Kreisgebiet zu seinen aktiven Partnern – ein Anteil von 92 Prozent. In Niedersachsen, wo es insgesamt 4504 Kitas gibt, liegt diese Quote bei 44 Prozent, bundesweit bei 45 Prozent.

Auch bei den vom Haus der kleinen Forscher bereits zertifizierten Kindertagesstätten marschiert der Landkreis Gifhorn vorneweg: Die Quote beträgt hier 49 Prozent, auf landes- bzw. Bundesebene sind es 18,5 bzw. 20,6 Prozent. Das Netzwerk zählt damit zu den erfolgreichsten der 225 im gesamten Bundesgebiet. Wanka richtete denn neben ihrer Anerkennung für die Netzwerk-Arbeit auch ein „großes Lob für das Engagement in den Kindergärten“ aus.

Zum Netzwerk gehören – mit finanzieller oder personeller Unterstützung – neben der Butting-Akademie das DRK, der Landkreis Gifhorn und seine Stiftung, die Stadt Gifhorn, die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, die Volksbank-Brawo-Stiftung und die Unternehmen IAV und Continental-Teves. Hochkarätige Vertreter aller Partner drückten gestern im Beisein der Ministerin ihre Begeisterung über das im Sommer 2008 angeschobene Projekt aus, das ursprünglich auf drei Jahre konzipiert war.

Auf dem Erreichten ausruhen will sich aber keiner: „Unser Ziel ist es, 100 Prozent der Kindergärten zu erreichen“, sagte Dreyer. Und Landrat Dr. Andreas Ebel skizzierte der Ministerin Überlegungen für eine eigene „Forscherwelt“ im Landkreis, die beim Otter-Zentrum in Hankensbüttel angesiedelt werden könnte.

Von Holger Boden

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