Anderer Ort, andere Rebe

Weinfest in Wittingen: Erstmals im Hotel Bennett’s mit neuem Winzer

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Bei schönstem Sonnenschein fand das Wittinger Weinfest erstmals im Hof des Hotels Bennett’s statt. 

Wittingen – Anders wie bisher ging es beim Wittinger Weinfest am Samstag zu. Nicht nur der Veranstaltungsort hatte in diesem Jahr gewechselt, auch der Winzer war neu engagiert.

Jürgen Göbenich aus Zell an der Mosel hatte den Weg nach Wittingen auf sich genommen, um mit seiner Mannschaft edle Tropfen aus seinem Weingut zu kredenzen. „Das letzte Jahr war ein sehr gutes Weinjahr“, bestätigte er. So hatte Göbenich unter anderem einen Zeller Kreuzlay Riesling, einen Rivaner oder einen Zeller Nussberg Riesling aus letztem Jahr mitgebracht – der eine trocken, der andere feinherb und der dritte fruchtsüß. Auf der Seite der Rotweine einen Rotling, einen Cabernet Dorsa trocken oder einen samtigen Dornfelder. Die Gäste hatten somit die große Auswahl und als Clou noch einige Besonderheiten. So gab es auch Secco, Weinbrand, Brände und als Spitze einen Champagner-Likör. Alles aus eigener Herstellung, wie Göbenich betonte.

Auch im Schatten feierten die Gäste des Weinfestes in gemütlicher Runde und mit geselligen Gesprächen.

Die Weinliebhaber mussten diesmal zum Hotel Bennett’s kommen. Eigentümer Michael Biermann hatte die Anfrage des Handel- und Gewerbevereins (HGV) angenommen und richtete somit sein erstes Weinfest aus. „Der Ort hier ist auch eher typisch für solche eine Veranstaltung“, erklärte er, zumal die logistischen Voraussetzungen ohnehin vorhanden seien. Der HGV war somit erstmals nicht Ausrichter und Organisator, sondern Gast. „Er unterstützt mit Anwesenheit und er bringt Gäste mit“, sagte Biermann. „So konnten sich die Mitglieder den Aufwand sparen, Zelte, Sitzgelegenheit und das Weitere aufzubauen.“ Zumal er ja ohnehin ebenfalls Mitglied im HGV sei ist.

An der Theke gab es nicht nur Weine, sondern auch Käse, Brezeln und Schmalzbrote.

Ein weiterer Vorteil für die Gäste war das kulinarische Angebot. Außer typischen Zutaten für ein Weinfest wie Käse, Brezeln oder Schmalzbrote gab es allerlei Gegrilltes, und wer größeren Hunger im Laufe des Abends verspürte, dem stand das hoteleigene Restaurant zur Verfügung. „Und für den weiteren Abend, falls es kühler wird oder für junge Leute, haben wir auch den Clubraum geöffnet“, sagte Biermann. Musik gab es auch. Rainer Rosin aus Wittingen unterhielt vortrefflich vor allem mit Schlagern. „Es gibt vor allem Lieder, die typisch für ein Weinfest sind und dazu passen“, kündigte er an. Und so gab es dann auch so manches Schunkellied, das die Gäste nicht nur zu vorgerückter Stunde in Stimmung versetzte. Die ersten Besucher waren allerdings schon zu Beginn um 17 Uhr erschienen, um einen langen Abend zu genießen. Und im Gegensatz zu so manchem Weinfest in der Vergangenheit gab es Sonnenschein bis zur Dämmerung und hohe Gradzahlen.

VON BURKHARD OHSE

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