Weinfest, Singende Meile, offene Geschäfte und DRK locken viele Besucher nach Wittingen

Mächtig Trubel in der Altstadt

Das Deutsche Rote Kreuz war am Sonntag auch in Wittingen vertreten. Besonders das JRG sollte publik gemacht werden, damit in Wittingen bald wieder eine Gruppe gegründet werden kann.

Wittingen. Die ganze Altstadt eine fröhliche Festmeile, leckere Speisen und hervorragende Weine, dazu die Singende Meile am gestrigen Sonntag mit vielen Chören und mehr als 1000 Sängerinnen und Sängern: In Wittingen herrschte am Wochenende richtig Betrieb.

Zudem hatten die Geschäfte am Sonntag geöffnet, und das Deutsche Rote Kreuz feierte sein 150-jähriges Bestehen, brachte sich mit einer eigenen Ausstellung von Fahrzeugen und Gerät und einem Luftballonwettbewerb mit ein und bot zudem Erbsensuppe aus der Gulaschkanone an. Wie Walter Schmitz vom DRK-Wittingen erläuterte, handelt es sich um eine von Aktionen, die kreisweit veranstaltet werden.

Landrätin Marion Lau ist ein Fan von Chorgesang.

Es begann, berichtet der stellvertretende Vorsitzende des Wittinger HGV, Andreas Bona, mit einem Paukenschlag, dem zweiten HGV-Weinfest auf dem Gänsemarkt. Bereits um 19 Uhr seien die Tische dicht besetzt gewesen, um 20 Uhr habe man begonnen, zusätzliche Stühle herbeizuschaffen. Gegrilltes, selbst gebackene Flammkuchen, Soleier und Schmalzbrote seien weggegangen wie warme Semmeln. Die Spitzenweine, das Bier und auch die alkoholfreien Getränke fanden reißenden Absatz. Die Stimmung war hervorragend. Fröhlich ging es zu und harmonisch. Bis spät in die Nacht blieben die vielen Gäste, von denen etliche auch von außerhalb gekommen waren. Das herrliche Sommerwetter trug ein Übriges dazu bei, dass dieses Weinfest noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Mit dem gestrigen Tag schlug das Wetter um, und es begann, leicht zu regnen. Dennoch hatten sich bereits zur Mittagszeit etliche Besucher auf dem Gänsemarkt eingefunden. Diesmal wurden sie von einem Chor à capella unterhalten.

Auf allen Bühnen ringsum erklangen Lieder, von „Eviva Espana“ bis zum jüdischen Lied vom „Fröhlichen Rabbi“. Wieder war die Stimmung so gut, dass die Menschen mitsangen und mitklatschten – der leichte Regen schien vergessen.

Auf der großen Bühne auf dem Marktplatz hatte der Chor aus Westerbeck sich aufgestellt. Leider waren zu dieser Zeit die Reihen der Stühle nicht sehr gut besetzt. Landträtin Marion Lau nutzte die Bühne, um an die Bürger zu appellieren, sich dem Chorgesang zuzuwenden. Es sei eine wunderbare Möglichkeit, einmal auf ganz andere Gedanken zu kommen, rief sie und forderte die Menschen auf, sich einem Chor anzuschließen.

Was zunächst ein wenig unter dem Wetter litt, waren die liebevoll aufgebauten Cafés und Imbisse, wie der von den Landfrauen mit gelben Sonnenblumen geschmückte Stand.Vom Feiern abhalten ließen sich die Wittinger aber keineswegs – schon gar nicht, als schließlich der Regen nachließ. Im Laufe des Nachmittags strömten die Menschen geradezu wieder in die Altstadt. Und auch der verkaufsoffene Sonntag wurde zum Stöbern genutzt. Dabei kamen nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die kleineren Besucher ganz große auf ihre Kosten.

Von Horst Michalzik und Carola Hussak

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