Wittingen: Geschäftsleute nehmen der Stadt das Problem der öffentlichen Toilette ab

WC-Nutzung in zwei Geschäften

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Sind zufrieden mit der Lösung des Wittinger WC-Problems: Matthias Rönneberg (von links), Massimiliano Garboli und Wittingens Wirtschaftsamtsleiter Günter Kruse.

Wittingen. Zwei Betriebe aus der Wittinger Innenstadt haben ein Problem gelöst, das die Stadt seit mehr als sieben Jahren beschäftigt hat: Bei EP:Rönneberg und im Eiscafé Dolomiti darf jetzt jeder das WC benutzen.

Damit kommt Wittingen erst einmal um die Verlegenheit herum, eine öffentliche Toilette einrichten zu müssen.

Die beiden Geschäfte in der Langen Straße halten für Kunden wie auch Nichtkunden ab sofort die „Freundliche Toilette“ bereit. Darauf verweisen entsprechende Hinweisschilder auf Schusterstiefeln aus Metall, die vor beiden Betrieben an Laternenmasten angebracht sind – eine weitere Referenz an die „Schusterstadt“ Wittingen und gleichzeitig ein deutlicher Hinweis auf die Resultate des QiN-Prozesses, der die Innenstadt voranbringen soll.

Nach einer öffentlichen Toilette wurde in Wittingen seit Jahren gefahndet, die Politik hatte sich bislang zu keiner Lösung durchringen können. Der Impuls für den nun gefundenen Weg kam vom HGV. Matthias Rönneberg sagte spontan zu, auch Eiscafé-Inhaber Massimiliano Garboli ließ sich nicht lange bitten.

„Jetzt gibt es Anlaufpunkte, die man ungezwungen nutzen kann – eine super Lösung, die der Stadt Geld spart“, sagt Rönneberg, zweiter Vorsitzender des HGV und Stadtratsmitglied. Unter anderem war in den letzten Jahren die Einrichtung eines öffentlichen WCs im Torhaus des Spittahauses im Gespräch gewesen, ein Projekt, für das mit Investitionen von rund 35 000 Euro kalkuliert wurde.

Freilich: Eine öffentliche Toilette, die rund um die Uhr verfügbar ist, gibt es nun immer noch nicht. Doch mit ihren Öffnungszeiten (Rönneberg 8.30 bis 18.30 Uhr, Eiscafé 10 bis 22 Uhr) decken die beiden Geschäfte einen großen Teil des Tages ab.

Von Holger Boden

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