„Wasser ist genügend da“

Menschen im Isenhagener Land brauchen sich trotz Hitze keine Sorgen machen

Isenhagener Land/Hankensbüttel. Wegen des seit Wochen anhaltend warmen und trockenen Wetters im Norden prüfen Städte und Landkreise kritisch ihre Trinkwasservorräte. Während bei einigen noch genügend Kapazität ist, bitten andere die Menschen, Wasser zu sparen.

Im Verbandsgebiet des Wasserverbandes Gifhorn gibt es keine Engpässe bei der Trinkwasserversorgung, betont Geschäftsführer Andreas Schmidt – und daher auch keine Rationierungsmaßnahmen. „Man muss das Duschen nicht einstellen.“

Immer wieder fragen besorgte Kunden beim Wasserverband nach, ob auch während längerer Hitzeperioden genügend Wasser zur Verfügung stehe. Das kann mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden, teilt der Verband auf seiner Homepage mit. Der Verband gewinnt sein Trinkwasser aus 27 Förderbrunnen, jeweils in der Nähe seiner sieben Wasserwerke. Diese Brunnen fördern das Grundwasser aus Tiefen von bis zu 110 Metern. In diesen Tiefen spielen Hitzeperioden an der Geländeoberfläche keine Rolle.

„Es ist genügend Wasser da“, beruhigt Schmidt. Die Wasserstände in den Brunnen behalte man ständig im Blick.

Generell ist der Wasserverband „so gut wie ausgelastet“, sagt Schmidt. Der Wasserverbrauch ist derzeit natürlich hoch. Die Hitzephase sei eben fast schon ein Jahrhundertereignis. Schmidt, seit 1986 beim Verband, hat so eine langanhaltende Trockenheit noch nicht erlebt. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder: „Am Mittwoch hatten wir den höchsten Verbrauchswert aller Zeiten für einen einzelnen Tag.“ Der Juni sei der beste Verkaufsmonat der Verbandsgeschichte gewesen und werde vom Juli sicher noch getoppt.

In Hankensbüttel kam in der Ortschaft am Donnerstagabend für kurze Zeit kein Wasser mehr aus dem Hahn: Der Grund war laut Schmidt ein halbstündiger Totalausfall im dortigen Wasserwerk. Das Problem mit der Steuerung, die eigentlich automatisch funktioniere, sei durch den Bereitschaftsdienst schnell behoben werden. Die Steuerung werde ausgetauscht, kündigt Schmidt an. Dieses technische Problem hätte jederzeit – nicht nur in der aktuellen Phase – auftreten können und habe nichts mit dem Grundwasser zu tun.

• Die Trockenheit zwingt auch die Landwirte in diesem Jahr zu intensiver Beregnung. Aus dem Kreis Uelzen ist zu hören, dass dort aktuell mehr als die doppelte im Kontingent festgelegte Wasserjahresmenge verbraucht wird.

Von Paul Gerlach

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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