Warum mieft es an der BBS II?

Ein neu gebauter Trakt sorgt seit August an der BBS II in Gifhorn für Diskussionen. Der Neubau bringt gleich mehrere Probleme mit sich.

Gifhorn – Von Carola Peiser. Die Ausdünstungen und die damit verbundene Geruchsbelästigung im neu gebauten Trakt der Berufsbildenden Schulen (BBS) II in Gifhorn wird heute im Kreisbauausschuss beraten – jedoch nicht öffentlich (das IK berichtete). Wie Kreisbauamtsleiter Alexander Wollny gegenüber dem IK erläutert, wolle man, dass sich die Ausschussmitglieder offen zu diesem Thema äußern. Nach wie vor geht den Schülern und Lehrern der Mief auf die Nerven.

„Der Landkreis Gifhorn hat bereits vor vielen Wochen Schadstoffmessungen in der Luft vornehmen lassen. Ich habe gehört, dass die Lehrer ebenfalls ein Institut beauftragen wollen, um die Luft zu messen“, so Wollny. Wie der Bauamtsleiter gegenüber dem IK äußert, würden in dieser ganzen Debatte verschiedene Probleme in einen Topf geworfen.

Als erstes habe es im Zuge der Winterbaustelle ein Problem mit Schimmel gegeben. Dieses habe man mit Bioziden in den Griff bekommen. Als zweites müsse geprüft werden, ob das Biozid innenverträglich war. Als dritten Punkt nennt Wollny die Ausdünstungen, die nun einmal bei einem Neubau nicht ausbleiben. Zum Beispiel wird der Fußboden geklebt und auch neue Schulmöbel würden riechen. Leichtflüchtige Klebemittel, so Wollny, würden erst bei einer hohen Dosis zur Gefahr werden. „Die Werte sind zwar derzeit erhöht, liegen aber für einen Neubau im normalen Bereich“, so Wollny. Als vierten Punkt nannte er die generelle CO2-Problematik: „Wenn sich 30 Schüler in einem Raum befinden, ist ganz klar, dass der Sauerstoff weniger wird und es anfängt zu riechen.“ Hinzu käme, dass Räume über immer dichtere Fenster verfügen und nirgends ein Luftzug hinein käme. Wollny rät zum aktiven Lüften, dass hätte zum Nebeneffekt, dass der Ausdünstungsgehalt ebenfalls gesenkt werde. In einem halben oder einem Jahr wolle man die Luftwerte noch einmal überprüfen.

„Wir müssen in erster Linie den Fragen nachgehen, wovon man krank werden kann und woran es liegt. Der Kreis versucht Ordnung in das Ganze zu bekommen und hat einen Projektsteuerer beauftragt, sämtliche Vorkommnisse chronologisch zu überprüfen, um herauszubekommen, wo man eventuell hätte etwas früher oder anders machen können“, so Wollny. Die Ergebnisse liegen heute kurz vor Sitzungsbeginn (14.30 Uhr im Humboldt-Gymnasium in Gifhorn) vor. Und „selbstverständlich“ werde man die Ergebnisse veröffentlichen.

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