Baugebiet „Vor dem Busche II“ profitiert bisher nicht von Niedrigzinsphase

Das Warten auf den Bauboom in Ohrdorf

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Das würde Ohrdorfs Ortsbürgermeister Christian Dalibor sich wünschen: dass am Koppelweg endlich mehr Bauherren zur Tat schreiten und die unbebauten Grundstücke mit Leben füllen.

Ohrdorf. Bauboom überall – doch während das Neubaufieber von Wittingen in den letzten Jahren nicht besonders genutzt worden ist, weil nicht viele Grundstücke zu haben waren, hat Ohrdorf von der Entwicklung trotz vorhandenen Angebots nicht profitiert.

Ortsbürgermeister Christian Dalibor hofft, dass sich das noch ändert.

Die sieben Parzellen, die derzeit am Koppelweg im Baugebiet „Vor dem Busche II“ noch auf neue Eigentümer warten, wären andernorts im Zuge der Niedrigzinsphase vielleicht schon verkauft worden. Dabei findet Dalibor, dass Ohrdorf durchaus einiges zu bieten hat: Mit der B 244 sei man verkehrsgünstig angebunden, mit der A 39 werde man in absehbarer Zeit noch schneller in Wolfsburg oder Uelzen sein können, und selbst die Nahversorgung sei ja in Wittingen und auch in Ohrdorf selbst gut. Der Ort bietet unter anderem eine Tankstelle und eine Bäckerei. Auf der Ohrdorfer Homepage wird darauf verwiesen, dass man mit 50 MBit ans Internet angebunden sei.

Dass es mit dem Verkauf der freien Grundstücke so schleppend vorangeht, obwohl nur 15 Euro pro Quadratmeter plus Erschließungskosten aufgerufen werden, ist auch für jene, die am Koppelweg schon gebaut haben, nicht schön. Nach wie vor warten sie auf den Ausbau der Straße. Aus Sicht der Stadt ist dafür allerdings erst einmal ein Bebauungsgrad von 70 bis 80 Prozent erforderlich, denn sonst müsste die Kommune stark in Vorleistung gehen, statt ausreichend Anlieger an den Kosten beteiligen zu können. Die Bauherren zahlen beim erstmaligen Ausbau 90 Prozent der Kosten, die Stadt trägt 10 Prozent, so steht es im Baugesetzbuch. Versorgungsanschlüsse liegen in der Straße, müssen bei Bebauung aber noch bis zum jeweiligen Haus verlegt werden.

„Wäre toll, wenn sich hier etwas bewegt“, sagt Dalibor mit Blick auf die freistehenden Grundstücke, die mit jeweils rund 1000 Quadratmeter Größe einigen Platz zur Entfaltung bieten. Er würde gern Zuzüge in dem 400-Einwohner-Ort begrüßen. Ein paar der 15 Parzellen im ersten Abschnitt des Baugebiets sind auch schon verkauft, ohne bebaut zu sein.

In einem zweiten Abschnitt des Baugebiets warten sogar noch einmal 15 Grundstücke, die bei entsprechende Nachfrage an den Markt gebracht werden könnten. Der Ortsrat stand vor drei Jahren schon mal vor der Frage, ob die Gesamtplanung um diesen zweiten Abschnitt verkleinert werden sollte. Man entschied sich damals dagegen, Geld für eine Verkleinerung des Bebauungsplanes auszugeben.

Von Holger Boden

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