Nach Sturm: Aufräumarbeiten in vollem Gange

Wälder sind nach wie vor tabu

bo Isenhagener Land. Das Unwetter am Abend des 5. Juli hat in den Wäldern der Region große Schäden hinterlassen, diese werden aber keine Auswirkung auf den Holzmarkt haben.

Das ist laut Pressesprecher Reiner Baumgart die aktuelle Einschätzung der Landesforst Unterlüß, die auch im Landkreis Gifhorn große Waldflächen bewirtschaftet.

Laut Baumgart ist es den Mitarbeitern der Landesforst bis Ende letzter Woche gelungen, die Forstwege freizuräumen – nun könne die eigentliche Aufarbeitung der Forstschäden beginnen: „Das wird Wochen dauern.“ Ein Schwerpunkt der Schäden befinde sich im Bereich Barnbruch bei Wolfsburg.

Vermutlich, so Baumgart, seien 10 bis 15 Prozent des üblichen Jahreseinschlags von den Sturmböen umgeknickt worden – eine Schätzung „mit vielen Fragezeichen“. Zwischen einzelnen entwurzelten Bäumen und Flächenwurf von bis zu zwei Hektar am Stück sei „alles dabei“.

Dass die Wege geräumt sind, ist allerdings keine Einladung an Spaziergänger, die Wälder wieder zu betreten. „Das ist nach wie vor gefährlich“, sagt Baumgart, „es kann zu Nachwürfen kommen.“ Einzelne Bäume seien „angeschoben“, wie es im Fachjargon heißt – das könne man als Laie nicht feststellen, doch auch diese Bäume könnten nachträglich kippen.

Auch die Stadt Wittingen hat gestern noch einmal ausdrücklich davor gewarnt, Absperrungen an Waldstücken zu missachten. Solches sei schon mehrfach beobachtet worden. Wer die Einschränkungen ignoriere, begebe sich in Lebensgefahr. Dies gelte etwa für den Bereich am Junkerteich, die Nachtweide und die Wallanlagen. Wer auffällige Bäume oder Äste sichtet, von denen eine Gefahr ausgehen könnte, wird von der Verwaltung gebeten, diese unter (05831) 26161 oder stadt@wittingen.eu im Rathaus zu melden. Die Stadt geht derzeit davon aus, dass die groben Arbeiten „in einigen Tagen“ erledigt sein werden.

Von Holger Boden

Rubriklistenbild: © dpa

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