Grundsätzliche Zustimmung zu freiem Netz für Wittinger Altstadt und andere Bereiche

W-Lan – der Ortsrat hat noch Fragen

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Der Ortsrat kann sich freies W-Lan für die Innenstadt vorstellen – die Feinheiten müssen noch geklärt werden.

bo Wittingen. Generell war sich der Wittinger Ortsrat am Dienstagabend einig: Öffentliches W-Lan in der Innenstadt und anderen Bereichen sei erstrebenswert.

Thomas Lemke (Grüne) hatte beantragt, über „nicht kommerzielles und freies Internet für alle Bürger, auch über die Innenstadt hinaus“, nachzudenken. Dazu regte er die Beteiligung an einer Freifunk-Initiative an.

„Wir sollten auf diesen Zug aufspringen“, sagte Lemke in der Begründung seines Antrags, den er neben der Altstadt auch auf den Bahnhof, das Freibad und die Stadthalle bezog. Dabei verhehlte er allerdings nicht, dass ihn auch kritische Stimmen zu dem Vorschlag erreicht hätten: Mancher mache sich Sorgen wegen der Strahlenbelastung. Das, so Lemke, dürfe man nicht einfach ignorieren: „Da sollten wir uns im Vorfeld informieren.“

Jörg Friedrichs (CDU) begrüßte den Vorstoß, riet aber, vorab mögliche Probleme aufgrund von Störerhaftung zu prüfen. Artur Geiger (SPD) betonte, dass darauf zu achten sei, dass das Netz auf privater Basis betrieben wird – wenn die Stadt mit Steuergeldern an einigen Punkten für freies W-Lan sorge und an anderen nicht, dann stelle sich die Frage der Gleichbehandlung.

Grundsätzlich sah der Ortsrat freies W-Lan als Bereicherung, insbesondere für die Attraktivität der Altstadt und ihrer Geschäfte. Einen freien Zugang gibt es bereits an der Schnellladesäule an der Achterstraße. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Referenten einer Freifunk-Initiative zur Klärung offener Fragen einzuladen.

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Kommentar

Neue Wege

Von Holger Boden

Zeitungen meckern immer nur? Nein, sie dürfen freilich auch mal loben. Und da ist die „erste“ Sitzung des neuen Wittinger Ortsrates – klammert man die kurze Konstituierung im November mal aus – durchaus erwähnenswert. Denn da war am Dienstagabend deutlich zu bemerken: Dieser Ortsrat will etwas bewegen, nimmt sich neuer Themen an, holt Liegengebliebenes aus der Versenkung, stellt eingefahrene Wege in Frage, delegiert Aufgaben in Kleingruppen, diskutiert konstruktiv und auch mal kontrovers. Diese Munterkeit, das wäre zu wünschen, darf in Wittingen gern ansteckend wirken. Nächstes Mal vielleicht mehr als fünf Zuhörer?

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