Wittingen vor dem Jubiläumsschützenfest – der Erste Vorsitzende Uwe Schulze im Interview

„Vorfreude ist zu spüren“

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Drei Oberste beim Schlüsselorden-Schießen: der aktuelle Amtsinhaber Uwe Schulze (r.) mit seinen Vorgängern Hermann Dreyer (l., 1987-2000) und Reinhold Drangmeister (2000-2005).

Wittingen. 400 Jahre Schützengesellschaft Wittingen – das wird von morgen bis Pfingstmontag mit einem großen Jubiläumsschützenfest gefeiert.

Im Vorfeld sprach das IK mit dem Ersten Vorsitzenden Uwe Schulze über die Vorbereitung – und über die Hoffnungen, die die Schützen mit dem Jubiläum verbinden. Die Fragen stellte Holger Boden.

Interview

IK: Herr Schulze, wie groß ist die Aufregung vor dem Start in das fünftägige Jubiläums-Schützenfest?

Uwe Schulze: Natürlich ist man aufgeregt. Es gibt ja auch eine Menge vorzubereiten. Wir sind aber ein gutes Team und haben die Aufgaben auf mehreren Schultern verteilt. Jetzt, so kurz vor dem Fest, weicht so langsam die Anspannung der Vorfreude.

IK: Die Feiern zum 400-jährigen Bestehen der Schützengesellschaft richten sich explizit auch an die Wittinger Nicht-Schützen. Wie empfinden Sie in dieser Hinsicht derzeit die Stimmung in der Stadt?

Schulze: Wir freuen uns auf dieses Jubiläumsschützenfest. Ich persönlich habe schon das Gefühl, dass auch bei den Nicht-Schützen ein wenig Vorfreude zu spüren ist. Der Vorverkauf der Karten für das Bürgerfrühstück ist in diesem Jahr sehr gut gelaufen. Obwohl wir die Anzahl der Karten deutlich erhöht haben, ist ein Großteil der Tickets bereits verkauft. Wir haben aber noch ein paar wenige Karten. Wer noch Interesse hat, sollte sich beeilen. Wir haben ja bereits in den beiden Jahren zuvor auf einem Festzelt gefeiert. Die Anzahl der Gäste bei unseren Veranstaltungen hat sich von Jahr zu Jahr verbessert, obwohl uns das Wetter in den letzten Jahren ein wenig im Stich gelassen hat.

IK: Hoffen Sie auch auf den Eintritt neuer Mitglieder, denen das Fest gefallen hat?

Schulze: Ja, ich hoffe schon, dass gerade junge Menschen in unserer Stadt oder der Umgebung Lust bekommen, in einer Gemeinschaft mit Gleichgesinnten die Tradition der Schützenvereine bestehen zu lassen.

IK: Solch ein Fest organisiert man nicht von heute auf morgen. Wann hat die Schützengesellschaft mit den Planungen angefangen? Und wie viele Leute braucht man für die ganze Logistik, die dahintersteht?

Schulze: Die ersten Planungen haben bereits vor zirka drei Jahren begonnen. Konkret wurde in den letzten beiden Jahren in einem kleinen Kreis von fünf Mitgliedern des Vorstandes und dem Festausschuss gearbeitet. Während des Jubiläums werden wir zirka 120 Helfer von unseren Mitgliedern benötigen. Hinzu kommt noch die Unterstützung unserer Freiwilligen Feuerwehr und Jungen und Mädchen aus den Sportvereinen.

IK: Wie bekommt man denn einen nationalen Star wie Ausbilder Schmidt nach Wittingen?

Schulze: Im Vorstand kam man auf die Idee, im Jubiläumsjahr mal etwas Besonderes anzubieten. Einfach mal was auszuprobieren. Wir haben dann über eine Agentur verschiedene Möglichkeiten abgefragt. Als wir dann die Möglichkeit hatten, Ausbilder Schmidt zu verpflichten, haben wir sofort zugegriffen.

IK: Wie hat man sich das Rennen um den Titel des Jubiläumskönigs vorzustellen? Ist der Titel begehrter als in anderen Jahren?

Schulze: Bei uns in Wittingen ist die Königswürde in jedem Jahr heiß begehrt. Ich glaube schon, dass viele gerne diese besondere Würde erringen möchten. Aber man kann das nicht erzwingen. Ein wenig Glück gehört dazu.

IK: Der Große Zapfenstreich gilt als besonders anspruchsvolle Zeremonie. Wie viele Proben waren da im Vorfeld nötig?

Schulze: Wir von der Schützengesellschaft hatten sieben Übungsabende und zwei Proben mit den Musikern angesetzt. Der Spielmannszug und der Musikzug aus Hankensbüttel kennen ja bereits den Zapfenstreich. Sie haben diesen bereits bei anderen Anlässen gespielt.

IK: Worauf freuen Sie sich persönlich am meisten an diesen fünf Festtagen?

Schulze: Der Große Zapfenstreich ist bestimmt ein Highlight. Ich selber darf den Großen Zapfenstreich kommandieren. Diese Chance hat man nicht oft. Schön ist auch, dass unsere Freunde aus dem österreichischen Wiesen wieder mann- und frauenstark zu Besuch kommen. Auf die musikalische Unterhaltung des Musikvereins Wiesen können sich alle freuen. Wenn am Sonntag dann die vielen Gastvereine zu Besuch kommen und nach dem Festumzug auf dem Festplatz und im Festzelt zusammenkommen und die einzelnen Musikzüge und Spielmannszüge für Stimmung sorgen, ist das sicherlich ein weiteres tolles Erlebnis. Zu guter Letzt kommt dann am Montag ja noch Ausbilder Schmidt zu unserem Bürgerfrühstück und wird mit seinem Programm für Unterhaltung sorgen. Und ich möchte auch unser Kinderschützenfest am Samstag erwähnen. Das soll ein toller Tag für unsere Kleinsten werden.

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