Vorfälle geben Anlass zum Handeln

+
Ein Löschangriff auf einen Gasleitungsbrand.

oll Westerholz. Zahlreiche Feuerwehrführungskräfte aus der Samtgemeinde Wesendorf, der Städte Wittingen und Wolfsburg, des Brandabschnittes Gifhorn Nord sowie örtliche Vertreter der Kommunen, hatten sich gestern auf Einladung der LSW auf der Erdgasübernahmestelle am Schwarzen Weg in Westerholz eingefunden und wurden vom LSW-Geschäftsführer Dr. Alexander Montebaur begrüßt.

Grund dafür war die Vorstellung der neuen Gasbrandübungsanlage. Ziel des Erdgasversorgers ist, so Montebaur, Kenntnisse über Gasanlagen zu erweitern und das sachgerechte Verhalten im Schadensfall zu üben. „Wenn ein Notruf eintrifft, muss immer schnell gehandelt werden. Das Training hilft, Sicherheit im Umgang mit Gas zu erlangen“, so Montebaur, der gleichzeitig mit diesen Schulungen die Zusammenarbeit von Feuerwehren und Gasversorger fördern möchte. „Wir gewinnen so wertvolle Zeit, um mögliche Schäden zu begrenzen“, betonte Montebaur.

Das Gasbrandtraining setzt sich aus einem theoretischen und einem praktischen Teil zusammen. Im theoretischen Teil informiert die LSW allgemein über die Erdgasversorgung sowie über die Technik von Gasleitungsnetz und –anlagen. Weiterführend werden Maßnahmen im Schadensfall erörtert. Der praktische Teil schließt sich an und findet in der Gasbrandübungsanlage von Oktober bis April statt.

Vier Szenarien erwarten die Teilnehmer. Hierzu gehören eine brennende Installationsleitung, eine brennende Hausanschlussleitung, eine Gasverteilleitung und eine Verpuffung. Gleichzeitig informiert der Gasversorger über die Umstellung auf einen schwefelfreien Erdgas-Warngeruchsstoff, die für die zweite Februarhälfte 2011 geplant ist. Eindrucksvoll wurde den Feuerwehrkräften und Vertretern aus der Politik ein Gasbrand mit den unterschiedlichsten Größenordnungen vorgeführt. Feuerwehrleute aus Westerholz versuchten in Schutzkleidung dabei den Gasbrand mit 12 Kilogramm schweren Trockenlöschern unter Kontrolle zu bringen, was nicht immer wirklich gelang.

Bei einer drei Zentimeter Leitung klappte das noch, bei einer 10 Zentimeter Leitung und entsprechendem Druck nicht mehr. „Ich freue mich über das Trainingsangebot zur Gefahrenabwehr“, sagte Wesendorfs Samtgemeindebürgermeister Walter Penshorn und zeigte sich von der Anlage der LSW beeindruckt. „Die LSW steht für eine sichere Gasversorgung in unserer Samtgemeinde. Der Großteil der Bürger vertraut auf Erdgas als moderne Heizenergie. Und von daher ist es unerlässlich, dass auch die Feuerwehren die Eigenschaften von Erdgas kennen und beherrschen lernen müssen“, so Penshorn.

Die Anlage in Westerholz wurde in den vergangenen zwei Monaten gebaut und kostetedas Versorgungsunternehmen rund 20 000 Euro. Anmeldungen für das Training nimmt Wilfried Albrecht bei der LSW in Fallersleben unter (0 53 62) 1 20 entgegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare