Nur 25 Besucher bei Podiumsdiskussion des DGB zur Landtagswahl im Hotel Nöhre

Vier Zuhörer pro Kandidat

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Diskussion in Wittingen: Manfred Sohn (Linke, von links), Klaus Schneck (SPD), Frank-Markus Warnecke (Grüne), Harald Schwager, Michael Kleber, Thomas Finnern (alle DGB), Friedrich Lührs (FDP), Ingrid Klopp (CDU), Matthias Stoll (Piraten).

Wittingen. Politiker und solche, die es werden wollen, sind manchmal nicht zu beneiden. Da machen sich sechs Landtagskandidaten am verschneiten Sonntagvormittag auf nach Wittingen, tauschen mehr als zwei Stunden lang Argumente aus – und dann wollen das nur 25 Leute hören.

Mehr Besucher kamen gestern nicht zum Wahlforum des DGB im Hotel Nöhre – macht rund vier Zuhörer pro Kandidat. Im Foyer wurden sie von einem großen Plakat des SPD-Kandidaten Klaus Schneck begrüßt – wollte der Gewerkschaftsbund da etwa ein Heimspiel für seinen Kreisvorsitzenden organisieren?

Nun, drinnen im Saal kamen immerhin alle gleichermaßen zu Wort: Ingrid Klopp, CDU, die am Schluss monieren sollte, dass doch eigentlich der Sonntagmorgen für die Kirche reserviert sei. Manfred Sohn für die Linke – der Wahlkreiskandidat Thomas Schnell musste sich einmal mehr vertreten lassen. Dann noch Frank-Markus-Warnecke für die Grünen, Friedrich Lührs für die FDP und der Pirat Matthias Stoll. Und natürlich Schneck.

Unter den Zuhörern: vorzugsweise Mitglieder der einen oder anderen Partei. Mit neuen Überzeugungen dürfte also kaum jemand nach Hause gegangen sein.

Lagen die beiden Wahlkreis-Favoriten Klopp und Schneck sechs Tage zuvor an selber Stelle, als es um die A 39 ging, noch weitgehend auf einer Wellenlänge, so war dieses Mal nicht nur aufgrund der Sitzordnung deutliche Distanz spürbar. Zwar zollte die Wiswedelerin ihrem Kontrahenten bei dessen Priorisierung („Arbeit, Arbeit, Arbeit“) Beifall, doch als dieser meinte, aktive Wirtschaftspolitik sei „mehr, als nur KMU-Mittel zu verteilen“, fühlte sich Klopp sichtbar attackiert.

Von Holger Boden

Alles Weitere zur Podiumsdiskussion finden sie in der Montagsausgabe des IK.

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