Vorhop: Interesse an Gemeindeveranstaltungen rückläufig / Windanlagen-Wildwuchs vermeiden

Vier Neue in der Dorfgemeinschaft

Ortsbürgermeisterin Christina Schirmer freute sich über das Interesse der Vorhoper Einwohner an der Dorfrechnung. Foto: Zogbaum

Vorhop. „Das hier ist gelebte Demokratie“, stellte Uwe Wegmeyer vom MGV Wahrenholz-Vorhop in seinem Grußwort fest, und er meinte die Gemeindeabrechnung im Dörphus, dem Dorfgemeinschaftshaus von Vorhop.

Neben zahlreich erschienenen interessierten Einwohnern konnte Ortsbürgermeisterin Christel Schirmer Abgesandte der Vereine sowie den zweiten stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Wittingen, Hans-Jürgen Schindler, und Günter Kruse, Leiter des Amts für Wirtschaft, Sport und Kultur und Pastorin Christina vom Brocke als Gäste begrüßen.

Dem Bericht der Ortsbürgermeisterin folgten ausführliche Darlegungen von Hans-Jürgen Schindler und Günter Kruse sowie von Henning Lütkemüller, der sowohl im Ortsrat als auch im Stadtrat die Einwohner Vorhops vertritt.

Die Stadt Wittingen muss erhebliche Schulden aufnehmen, um notwendige Investitionen tätigen zu können, erfuhren die Zuhörer. Als Beispiel für rapide gestiegene Kosten nannte Schindler die Aufwendungen für Kindergärten- und Krippen, die sich vom vergangenen auf dieses Jahr fast vervierfacht hätten. Das schlage auch bei kirchlichen Kindertagesstätten zu Buche, denn auch deren Kosten trage zu 90 Prozent die Stadt. Dennoch, so teilte Henning Lütkemüller stolz mit, werden die Mittel für Jugend und Sport trotz des Demografiewandels nicht gekürzt. Günter Kruse betonte, welch umfangreiche Mittel für das Dorfgemeinschaftshaus bereitgestellt worden seien. Es sei auch bitter nötig gewesen, die Heizungsanlage zu erneuern, da sonst die Heizkosten zu hoch waren. Er betonte, es sei eine politische Zielsetzung, die Dorfgemeinschaftshäuser Schritt für Schritt zu privatisieren, soweit Akzeptanz dafür herstellbar sei.

Zum Thema Windkraftanlagen warnte Hans-Jürgen Schindler vor übereilten Schritten. „Wildwuchs“ müsse auch hier vermieden werden. Henning Lütkemüller dagegen sah eine gesellschaftliche Akzeptanz gegeben. Es gebe keine Proteste im Ort. Das Problem soll, so Christel Schirmer, zu gegebener Zeit in einer gesonderten Bürgerversammlung behandelt werden.

In der anschließenden Fragestunde wurde beklagt, dass die Teilnahme an Veranstaltungen der Gemeinde rückläufig seien, das Interesse der Bevölkerung zurückgehe. Die Gemeinde bedankte sich bei Heinrich Pieper, Ralf Wullschläger und Frank Müller für ihre besonders engagierte ehrenamtliche Arbeit im Dienst der Dorfgemeinschaft.

Es ist in Vorhop Sitte, dass Zugezogene gegen einen symbolischen Einstand im Rahmen der Gemeindeabrechnungsversammlung in die Dorfgemeinschaft aufgenommen werden. Diese Ehre widerfuhr diesmal Dorothea Schulze und Thorsten Koch sowie Sabrina Maaß und Daniel Vranko.

Von Günter Zogbaum

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