2014 in der Ortschaft Wittingen: Viele Herausforderungen, noch wenige Antworten

Staus, Leerstände und WC-Suche

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Stau auf der Bahnhofstraße in Wittingen – aber eine Umgehung ist nicht in Sicht.

Wittingen. Was liegt 2014 in der Ortschaft Wittingen an? Eine Frage, auf die Ortsbürgermeister Wolfgang Trautmann mit einigen konkreten Projekten antworten kann – in erster Linie aber auch Wünsche aufzählt, auf die sein Ortsrat wenig Einfluss hat.

Und die eine Reihe von Fragen offen lassen.´Da wäre zum Beispiel der innerörtliche Verkehr. Trautmann hat registriert, dass die Bahnhofstraße zunehmend stark belastet ist: „Zwischen 16 und 17 Uhr zum Beispiel stehen die Autos oft von der Schranke bis zur Nöhre-Kreuzung.“ Als Lösung sieht der SPD-Politiker nur eine Umgehungsstraße, doch die, so Trautmann, sei wohl kaum zu realisieren: „Das müssten wir selbst bezahlen, aber die Stadt hat die Mittel dafür nicht.“ Bisher fehlt neben dem Geld ohnehin der klare politische Wille. Stadtratsmitglied Friedrich Lührs (FWG) war unlängst mit seinem Vorstoß für eine enge Südumgehung bei weiten Teilen der Politik abgeblitzt.

Ortsbürgermeister Wolfgang Trautmann.

Ergebnisse sind in dieser Hinsicht also offenbar in weiter Ferne. Ähnliches gilt wohl auch für den Bahnhof, der bekanntermaßen neu gestaltet werden soll. Laut Trautmann hat es in dieser Woche einen Ortstermin mit einem Planungsbüro gegeben: Bahnsteige, Parkplätze, Toiletten – wenn die Regio-Bahn rollt, soll einiges anders werden auf dem Wittinger Bahnhof. „Aber dieses Jahr passiert noch nichts“, sagt Trautmann. Bei der Suche nach einem WC sei noch keine Lösung gefunden worden – die Nutzung der Toiletten in der Wartehalle sei nicht möglich, weil diese den DB-Bediensteten vorbehalten seien. Immerhin, so Trautmann, laufe in diesem Jahr die Planung an. Für OHE-Gebäude und -gelände gelte das nach seiner Kenntnis noch nicht: „Dass wir das bekommen, ist amtlich. Aber wer weiß, wann das sein wird.“

Die IGS würde Trautmann auch gern nach Wittingen holen – ein Thema, bei dem er gleichwohl die Wirkungsmöglichkeiten des Ortsrates als minimal einschätzt. An den Nutzen eine Resolution etwa glaubt er nicht, nachdem die Stadt sich ja ohnehin als Interessent positioniert habe.

Und dann sind da noch die Krähen am Hindenburgwall, die die Anwohner stören. Er habe „Verständnis für die Leute, die da belästigt sind“, sagt Trautmann. Die Stadt sei „an der Sache dran“, weiterführende Möglichkeiten des Ortsrates sehe er nicht.

Trautmann ist auch aufgefallen, dass in der Innenstadt wieder einiger Leerstand herrscht – und dass Anstrengungen zur Belebung unternommen werden sollten. Hier sieht er sogar Handlungsmöglichkeiten: Seitens der Stadt solle mit Hauseigentümern gesprochen werden, um auf niedrigere Mieten hinzuwirken. Den HGV will er dabei mit an den Tisch holen. „Die QiN-Initiative“, findet Trautmann, „hat für die Innenstadt nicht so richtig eingeschlagen.“

Ein großes Projekt, das den Ort Wittingen unmittelbar angeht, ist die Sanierung der Stadthalle. Trautmann plädiert dafür, das Vorhaben „so zu verfolgen, wie es jetzt geplant ist“. Also eine Sanierung am Standort in der Nachtweide für 1,9 Millionen Euro. Investiert wird dieses Jahr auch im Freibad. Der Sprungturm soll endlich saniert werden, damit er jederzeit genutzt werden kann, ohne dass explizit eine Aufsicht daneben stehen muss.

Zudem ist vorgesehen, dass im städtischen Etat, der in diesem Monat verabschiedet werden soll, eine Summe für die Sanierung von Innerortsstraßen steht. Das Geld wird wohl nur für eine Straße reichen, der Ortsrat hat sich für die Südstraße entschieden. „Das hat nichts damit zu tun, dass ich da wohne“, betont Trautmann mit Blick auf laut gewordene Kritik in dieser Hinsicht. „Der Vorwurf ist ja logisch“, sagt der Ortsbürgermeister, „aber ich wohne da nur zufällig. Auf der Südstraße ist viel Verkehr, deshalb ist die Sanierung angebracht.“

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